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Hyung-Jin-Nims Predigt
vom 11. Oktober 2007
Yeah-Ah-Nims Worte: (Ehefrau von Dr. Hyung-Jin Moon)
Ins Deutsche übertragen von Robert Bentele

Guten Abend Geschwister. Wir fühlen uns wirklich gesegnet und geehrt, euch
heute Abend hier in der Mapo-Kirche zu haben.
Viele Leute haben berichtet, dass sie wirklich inspiriert sind vom Buch
meines Mannes ‚Ein Glatzkopf und eine Erdbeere’. Mein Mann erzählt mir
immer, wie dankbar er ist, zu hören, dass viele Leute, Brüder und
Schwestern, Hilfe von diesem Buch bekommen haben. Ich erinnere mich an die
Tage, nachdem er das Buch vollendet hatte. Zu der zeit war der wahre Vater
in Korea, und mein Mann plante nach Korea zu fliegen, um die Erlaubnis von
Vater einzuholen, ob er das Buch veröffentlichen darf oder nicht. In der Tat
war mein Mann sehr nervös und besorgt darüber, ob der Wahre Vater und
Mitglieder vielleicht beleidigt sein könnten, den Wahren Vater in solch
persönlicher und menschlichen Weise zu sehen. Wie
ihr euch vielleicht erinnert, gibt es sogar in dem Buch eine Szene, in der
Vater sich ein Haar aus der Nase zieht.
Er sagte mir sogar bevor er nach Korea abreiste, wenn der Wahre Vater sagen
würde: ‚Nein, du kannst das Buch nicht veröffentlichen’, würde er einfach OK
sagen und das Buch als seine persönliche Erinnerung behalten. Einige Tage
später fuhr er nach Korea. Ich erhielt einen Anruf von meinem Mann. Er sagte
mir, dass der Wahre Vater wirklich glücklich war
über das Buch, und dass er es sogar beim Hon Dok Hae mehrmals gelesen hat.
Er sagte mir: ‚Als der Wahre Vater mir erzählte, dass er dass Buch wirklich
mag, fühlte ich wahrlich Gottes Liebe und Segen fließen durch den Wahren
Vater’.
So hoffe ich wirklich, dass in der gleichen Weise Gottes Liebe und Segen
eure Herzen füllen möge mit Freude, Lachen und Frieden. Aju.
Hyung-Jin-Nims Worte:
Bevor ich beginne, möchte ich immer mit etwas Genüsslichem anfangen.
An der Divinity School schauten wir früher immer gerne auf Lustiges. Mir
begegnete das Folgende: Ich weiß nicht genau, wie es war, aber ich werde es
euch erzählen. Ich hörte eine nette kleine Geschichte über einen alten Mann.
Er saß im Rollstuhl und ging eines Tages zur Kirche und dort an der
Eingangstür der Kirche war ein schönes Becken mit Weihwasser. So rollte er
dorthin und nahm etwas von dem Wasser und begann, es auf seine Beine zu
spritzen. Plötzlich sprang er auf, aus seinem Sitz heraus, und warf seinen
Rollstuhl weg. In dem Augenblick sah das ein Junge und rannte zum Pfarrer.
Er sagte: „Herr Pfarrer, das …ist passiert“. Und der Pfarrer sagte: „Ach du
meine Güte, das ist ein Wunder! Wo ist dieser Mann? Bring mich sofort zu
ihm“. Und der Junge sagte: „Nun er liegt flach auf seinem Hintern neben dem
Weihwasser“.
Heute möchte ich gerne zu euch sprechen über das Überfließen zusammen mit
Gott. Es ist so wichtig, dass wir unser Leben als Leben des Segens führen,
überfließend mit Güte. Das ist eine sehr wichtige Sache. Wenn wir wirklich
dieses Leben des Segens führen wollen, dann versucht, wo immer ihr hingeht
und wen auch immer ihr trefft, den ganzen Tag über, Güte ihnen zu
hinterlassen. Versucht sie besser zu hinterlassen, als ihr sie zuerst
angetroffen habt. Es spielt keine Rolle, wer sie sind. Es könnte ein
Angestellter in einem Geschäft sein; es könnte ein Tankwart sein.
Lasst es zu einer Tradition werden, dass ihr jeder Person, die ihr trefft,
Güte gebt. Das sollten wir tun und uns weniger auf unsere Probleme
konzentrieren, und Gottes Güte zu unserer Priorität machen, und in Treue (in
abide) aufwachen, bekannt als Haltung der Dankbarkeit. Das bedeutet einfach,
dass wir während des Tages versuchen sollten eine Sache zu finden, für die
wir dankbar sein können. Es kann alles Mögliche sein. Es muss nicht etwas
Großes oder Besonderes sein. Es kann etwas sein, wie z.B.: Heute ging ich
zur Kirche auf meinen zwei Füßen / Ich habe heute Luft zu atmen / Ich habe
eine Blume auf dem Weg zur Kirche gesehen. Es kann etwas so Einfaches sein.
Die zweite Sache ist, zu versuchen, etwas von euren täglichen Erfahrungen zu
lernen.
Es gibt reichliche Wunder in eurem Leben. Versuche jeden Tag etwas Neues zu
finden, wovon ihr lernen könnt. Wenn wir uns kontinuierlich verbessern und
wachsen und reifen und so überfließen, werden wir ein großer Segen sein.
Wisst ihr, das ist sehr interessant. Die Worte ‚Überfluss’ und ‚Einfluss’
sind verbunden mit dem Wort ‚fließen’. Also die Etymologie von ‚Überfluss’
ist: hinfließen zu etwas und von ‚Einfluss’ ist: einfließen in etwas.
Wenn wir überfließen, wenn wir lernen mit Gottes Güte überzufließen, wenn
wir das mit Ausdauer tun, nicht nur einmal oder zweimal, sondern
kontinuierlich in unserem Leben wie eine Angewohnheit, dann ist es wie Ebbe
und Flut der Wellen; ihr wisst wie am Strand, wenn es (das Wasser) ankommt
und wieder zurück geht. Wenn wir überfließen, kann mehr Wohlstand und sogar
Einfluss zu uns kommen.
Viele Wirtschaftsexperten betrachten Geld oder Cash nur als Papier, aber
wirtschaftlich gesprochen, ist es die Übereinstimmung (the agreed) über
Energie oder Brennstoffe einer Wirtschaft. So ist es so etwas wie
Brennstoff. Wenn ihr lernt mit Güte überzufließen, werdet ihr Einfluss
gewinnen in vielen Fällen werdet ihr Wohlstand gewinnen. Und dies sind
einfache Energien. Die Frage hier ist aber: wenn ich selbstlos bin, wenn ich
wirklich mit Gottes Güte überfließe und wirklich selbstlos bin und mich
entleere, werde ich dann nicht wie ein Fußabstreifer für die Welt sein.
Werden die Leute nicht auf mir herumtrampeln?
Ich hörte eine Geschichte über eine junge Frau, der schon von jungen Jahren
an immer gesagt wurde, dass sie, gut und selbstlos sein soll. Sie war
wirklich schüchtern und unentschlossen, und sie dachte, um selbstlos zu
sein, sollte sie jeden auf sich herumtrampeln lassen und ihre Träume und
Ambitionen dahin ziehen lassen. Wir müssen uns daran erinnern, dass es einen
großen Unterschied gibt zwischen Selbstlosigkeit und Selbstverleugnung (self-annihilation).
Wir wollen uns nicht selbst vernichten. Die wirklich wichtige Sache im Leben
zum Wohle anderer, ist sich selbst nicht aus der Gleichung
(Ausgleich) auszuschließen. Wenn wir das tun, wird uns viel fehlen. Wenn wir
Gott betrachten, lebt er zum Wohle anderer, wie wir es in der heutigen
HDH-Passage gelesen haben. Gott lebt zum Wohle anderer und Gott ist immer
ein solches Wesen. Aber er verleugnet sich nicht selbst.
Er verschwindet nicht. Er spricht nicht negativ zu sich selbst. Er hat sich
nicht gewünscht zu verschwinden und löst sich auf. Er wünscht sich immer
noch, glücklich zu sein. Er hat das immer noch in seinem Herzen. Obwohl er
selbstlos ist und für andere lebt, möchte er immer noch glücklich sein. Er
möchte immer noch Liebe teilen. In der gleichen Weise ist es auch für uns
wichtig, wenn wir selbstlos zum Wohle anderer leben, dass wir den Wunsch
bewahren, in unseren Herzen glücklich zu sein und fähig zu sein zu geben und
zu empfangen und auch Liebe in unserem Leben zu teilen.
Ich erinnere mich, als ich einmal sprach, stellte mir eine Schwester eine
Frage. Sie sagte: Weißt du, die Worte, die du sprichst, scheinen Vater zu
wider-sprechen, weil Vater sagt, dass man nur weiter geben und geben muss.So
stellte ich ihr, nicht sarkastisch, eine ernsthafte Frage: Hast du heute
Morgen gefrühstückt? Und sie antwortete mir, indem sie sagte: Ja,ich habe
gefrühstückt. Und ich sagte: Fühlst du dich egoistisch, dass du dein
Frühstück nicht weg-gegeben hast? Und natürlich sagte sie:
Nein. In der gleichen Weise ist es ein solcher Segen für uns, dass wir Wahre
Eltern hier auf der Erde haben, weil wir ein physisches Modell haben. Wir
haben eine physische Repräsentanz dessen, was es bedeutet, vollkommen zum
Wohle anderer zu leben, selbstlos zu sein. Aber wir können auch erkennen,
und das ist unsere Erfahrung aus erster Hand als Kinder der Wahren Eltern,
wie Vater versucht, sein Leben zu balancieren. Natürlich macht Vater weiter,
früh aufzustehen und sich zu pushen und die Vorsehung voran zu pushen.
Jedoch nimmt er auch die Zeit, in die Familie zu investieren. Er geht aus
sich heraus, um sich um Mutter zu kümmern. Und glaubt es oder nicht, Vater
hat Kleider und isst auch manchmal. Das sollten wir auch. Ihr müsst essen.
OK?
Wenn wir zum Wohle anderer leben, muss jeder daran denken, dass das nicht
bedeutet, das eigene Selbst herabzusetzen oder zu zerstören. Das bedeutet
nicht unseren Wunsch wegzuwerfen, glücklich zu sein und Liebe zu geben und
zu empfangen. Das sind sehr zentrale Aspekte unseres Lebens des Segens.
Lasst uns also daran denken, dass selbstlos zu sein, nicht bedeutet, uns
selbst zu schlagen bis wir verschwinden. Es bedeutet nicht, dass wir
Fußabstreifer für die Welt sind. Es bedeutet, dass wir uns unserer Ego-Macht
entleeren und uns auffüllen und überfließen mit der Macht Gottes.
Schaut, wenn ihr das tut, setzt ihr euch herab und macht Gott größer in
eurem Leben. Wenn ihr das tut, werdet ihr ein größerer Segen und größere
Güte für alle. Deshalb ist es wichtig in unserem Leben, uns mit dem zu
füllen, was wir geben sollen. Wenn wir Glück verteilen wollen, müssen wir es
auch in uns kultivieren. Wenn wir Frieden vermitteln wollen, müssen wir ihn
in uns kultivieren. Wenn wir Dankbarkeit vermitteln und Dankbarkeit von
anderen erhalten wollen, müssen wir sie in unserem Leben kultivieren. Das
Gleiche gilt für Empathie, Mitleid, Ermutigung; wir müssen diese Dinge in
unserm Leben kultivieren.
Ich habe von einem Konzept gehört. Es heißt die ‚360 Grad Leiterschaft’. Es
ist ein ganzes Konzept von Leiterschafts-Training. Bei diesem Konzept gibt
es die Idee, dass jemand
aus der Mitte einer Organisation der Leiter sein kann. Und wie macht man
das? Sie haben eine 360 Grad Leiterschafts-Mentalität. Es gibt 3 Aspekte
dazu. Sie ‚führen hinauf’, ‚ hinüber führen’ und ‚führen hinunter’. Aber es
ist sehr interessant, weil das gemeinsame Thema hinter diesen Arten von
Aktivitäten, hinaufführen, hindurchführen und hinunterführen sehr
allgemeingültig ist. Es gibt ein zentrales Prinzip. Dieses Prinzip hilft
wirklich anderen, erfolgreich zu sein. Zum Beispiel ist der Schlüssel zum
‚hinauf führen’, oder zum Einfluss nehmen auf die, die über dir stehen in
einer Organisation, in deinem Beruf, an deinem Arbeitsplatz, in deiner
Schule, das Leben dieser Person, das Leben deines Chefs leichter zu machen.
Es bedeutet, ihnen zu helfen erfolgreich zu sein. Erledigt ihre Arbeit für
sie. Wenn sie Hilfe brauchen, seid ihr verlässlich. Ihr macht keine
Ausreden. Ihr seid eine Person, an die man sich wendet (a to-go guy). Das
sollt ihr machen und egal wie beschäftigt ihr seid, ihr hab keine Ausreden.
Ihr macht die Arbeit und helft ihnen, erfolgreich zu sein. Wenn ihr das
macht, werdet ihr unentbehrlich für die Person über euch. Ihr erwerbt euch
Verdienste und habt einen enormen Wert, und ihr habt Einfluss, und so ist es
leichter befördert zu werden. Und was passiert danach? Wohlstand kommt
eueren Weges.
Diese Dinge sind miteinander verbunden. Wenn wir mit Güte überfließen und
wenn wir anderen helfen, erfolgreich zu sein, erhalten wir auch Gewinne
daraus. Der Schlüssel zum ‚hinüber führen’ (leading across) ist auch der
Wunsch, euren Kollegen zu helfen erfolgreich zu sein, vielleicht eine
Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. Am Anfang mögen sie
vielleicht gegenüber euren Aktivitäten misstrauisch sein. Sie mögen euch
vielleicht nicht trauen, aber mit der Zeit, wenn ihr beharrlich seid, werden
sie Vertrauen aufbauen, euch unterstützen, und auf natürliche Weise werdet
ihr der Leiter eurer Kollegen werden in dieser ‚hinüber führen’
Leiterschafts-Aktivität.
‚Hinunter führen’ (leading down) ist auch der Wunsch, euren Leuten
(Untergebenen) zu helfen, erfolgreich zu sein und Ruhm zu erlangen. Leute
arbeiten hart für euch und ihr arbeitet hart für sie in Erwiderung. Ihr
helft ihnen den Ruhm zu erlangen. Ihr helft ihnen erfolgreich zu sein. Ihr
trefft gute Entscheidungen für sie, sodass sie alle erfolgreich sind.
Ihr seht also, wenn wir über die ‚360 Grad Leiterschaft’ sprechen, gilt der
gleiche Schlüssel, zu helfen mit Güte überzufließen; den Leuten um euch
herum zu helfen, mehr Erfolg und Segen zu haben.
Wie praktiziere ich also wirklich, überzufließen in einer einfachen Weise?
Erstens müsst ihr gut zu euch selbst sein. Denkt nicht negativ über euch
selbst. Die erste Sache, die den Segen Gottes für euer Leben blockieren
kann, ist die ganze Zeit negativ über euch selbst zu denken; wenn wir uns
andauernd selber schlagen. Wenn wir andauernd denken, dass wir keine
Fähigkeiten haben oder Wert, dann werden diese Dinge große Hindernisse in
unserem Leben. Das erste ist also, uns daran zu halten. Wir müssen das
negative Denken über uns selbst und dann über unser Leben aufhören. Wisst
ihr, das Leben ist zu kurz, um es so zu leben. Anstatt dessen ist es deshalb
wichtig, jeden Moment, den ihr habt, jeden Tag den ihr aufwacht, mit Danken
zu beginnen. Ich bin dankbar, dass ich lebe, dass ich heute atmen kann. Ich
habe Sauerstoff heute. Ich atme nicht Kohlendioxid oder Stickstoff ein. Ich
habe Beine auf denen ich gehen kann. Meine Hände gehorchen mir, wenn ich
ihnen sage sich zu bewegen. OK? Wir können mit kleinen Dingen beginnen.
Zweitens: Lasst uns erkennen, dass anderen zu helfen ein Teil unseres
eigenen Erfolges ist. Wenn wir uns nicht nur auf unseren eigenen Erfolg
ausrichten, sondern auch den Erfolg anderer in dieses Ziel mit einschließen,
dann werden wir erfolgreicher sein. Wenn wir uns zur gleichen Zeit auf
unsere eigene Gesundheit konzentrieren, und dabei anderen Leuten helfen
gesünder zu werden, inspiriert uns das auch gesund zu bleiben. Ihr mögt das
ja davon wissen, wenn ihr mit Anderen Sport treibt. Und wir möchten uns auch
nicht nur auf unseren Traum konzentrieren, sondern auch die Träume anderer
Leute mit einschließen. Ich spreche nicht über alle Leute, aber es könnte
wenigstens eine Person sein, die ihr (als euer Team) mit einschließt in
euren Traum. Das heißt also nicht, dass ihr eure Träume wegwerft, sondern
andere darin einschließt.
Drittens: Beginnt klein. Lasst uns jeden Tag klein beginnen. Wir können
nicht die Welt morgen schon retten, aber wir können heute jemandem helfen.
Ich habe eine Email von einer guten Freundin, einer Schulkameradin von der
Divinity School erhalten. Bei jeder Email, die sie schreibt, steht immer am
Ende folgendes Statement: Glückliche Leute machen andere glücklich. Traurige
Leute können andere nicht glücklich machen. Auf die gleiche Weise, wenn wir
glücklich sind, können wir anderen helfen glücklich zu sein. Wenn wir
realistisch optimistisch sind über unsere Zukunft, können wir anderen helfen
realistisch optimistisch über deren Zukunft zu sein. Schaut, negative Leute
können euch nicht helfen, ein positives Leben zu führen. Deshalb wollt
(sollt) ihr sicher gehen, dass ihr kein negativer Einfluss auf euch selbst
seid und auch nicht auf die um euch herum, weil ihr fähig sein wollt,
anderen Reichtum und Segen in ihr Leben zu bringen.
Lasst uns permanent verbessern. Der Schlüssel dazu ist, dass wir nur in dem
Ausmaß helfen können, was wir selbst sind. Ihr kennt die Geschichte in
Galater, Kapitel 2, wo Paulus mit Petrus in Antiochia war und Petrus mit den
Juden aß. Und als die Heiden kamen, sagte er: Mit diesen Leuten werde ich
nicht essen. Und Paulus rief ihn hinaus und sagte: Du bist ein Heuchler. Du
sprichst über die Liebe Jesu, aber du isst nicht mit den Heiden. Du isst
nicht mit normalen Griechen. Wie kannst du das machen? Das ist nicht die
Liebe Jesu.
Und in Galater 2:19,20 sagt Paulus: Ich aber bin durch das Gesetz dem Gesetz
gestorben, damit ich für Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden;
nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt
noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an
den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Ich
missachte die Gnade Gottes in keiner Weise; denn käme die Gerechtigkeit
durch das Gesetz, so wäre Christus vergeblich gestorben.
Seht ihr, Paulus floss über mit Gottes Liebe für alle Kinder Gottes; nicht
nur für die Juden. Er hatte Liebe für alle Heiden, die nicht in dieser
Gesetzes-Tradition waren. Er war minder (wertig), Gott war mehr. Er
entleerte sich seiner Ego-Power und ließ Gottes Power
herauskommen. Versteht ihr, er ließ das aus sich heraus fließen und sein
Gewissen leiten. Und wenn wir die Geschichte des Christentums betrachten,
erklären uns Gelehrte, dass Paulus, der zu den Heiden ging, also den
Nicht-Juden, das Christentum einen phänomenalen Erfolg hatte. Und das Gehen
(missionieren) zu Nicht-Juden wurde ein permanenter teil seiner Geschichte.
Einer meiner Lieblingstexte in der Ost-Asiatischen Tradition ist das Tao Te
Ching. Das ist ein sehr alter Text aus der taoistischen Tradition und dieser
Text ist der zweit meist gelesene Text nach der Bibel. Darin gibt es einen
schönen Abschnitt: Abschnitt 16. Er lautet:
Wer das Fließen der Natur akzeptiert, wird alles wertschätzen (all-cherishing)
Wer alles wertschätzt, wird unbefangen.
Wer unbefangen ist, wird großmütig.
Wer großmütig ist, wird natürlich.
Wer natürlich ist, wird eins mit dem ‚Weg’.
Wer eins ist mit dem ‚Weg’, wird unsterblich.
Obwohl sein Körper vergehen mag, der ‚Weg’ wird nicht vergehen.
Versteht ihr, wenn ihr leer seid an Ego-Selbst und überfließt mit Gottes
Güte, erntet ihr Frieden, wahren Frieden. Die Leute wollen gut zu euch sein,
weil ihr wirklich glücklich seid, wenn sie Erfolg haben. Die Leute gehen aus
sich heraus, um euch zu versuchen zu helfen und könnt Pausen einlegen, die
ihr vielleicht sogar nicht verdient habt. Vielleicht öffnen sich Tore für
euch, die ihr nicht voraussehen konntet. Und zur gleichen Zeit beginnen, wir
ein Vermächtnis aufzubauen. Du beginnst in den Zyklus der Unsterblichkeit
einzudringen. Du trittst ein in die Verbindung mit Gottes Göttlichkeit. Und
du lässt seine ewige Liebe, Gnade, Güte, Mut, Glaube und Stärke zu anderen
fließen.
Was können wir heute lernen? Nun, das erste was wir lernen können ist: lasst
uns heute ehrfürchtig sein. Lasst uns heute daran arbeiten, das Beste aus
uns zu machen. Wenn wir weniger unser Selbst betonen, aber mehr Gott, werden
wir ironischer Weise mehr gewinnen. Also vergesst nicht, erinnern wir uns,
dass Selbstlosigkeit nicht Selbstverneinung heißt. Es ist wichtig, dass ihr
euch um euren Körper kümmert, um eure Gesundheit. Ihr müsst den Tempel
respektieren, den Gott euch gegeben hat. Kümmert euch um euer Gemüt (mind).
Habt Glück und Glauben in euren Herzen. Habt Vertrauen in eure Zukunft.
Kümmert euch um euren Geist (spirit). Seid aufrichtig und praktiziert euren
Glauben. Praktiziert was ihr lehrt. Wenn ihr euch mit dem füllt, was ihr
geben wollt – Glück, Freude, Stärke, Kraft zu über- winden, Ermutigung –
dann könnt ihr das geben. Wenn ihr das aufrichtig tut, werdet ihr mit Gottes
Güte überfließen und ein Segen (für andere) sein. Die anderen Energien wie
Einfluss
und Wohlstand werden euch hinterher jagen. Wenn wir das Überfließen
praktizieren, dieses natürliche Fließen, diese Ebbe und Flut, wird es zu uns
zurückkehren.
Brüder und Schwestern, ich glaube, ihr werdet das Leben des Segens führen,
womit euch die Wahren Eltern gesegnet haben.
Also lasst uns bis zu nächsten Woche ein bisschen mehr ‚VIP praktizieren’.
Wenn Gott euch alle sieht, dann sieht er VIPs (Sehr Wichtige Personen). Er
sieht niemand anderen. Er sieht nicht das Versagen, unreife Leute, oder
Leute die nichts zustande bringen, die zu nichts fähig sind. Das sieht er
nicht. Wir können auch nicht auf uns schauen mit diesen Augen. Das sind
UNSERE Augen, wenn wir uns mit den Augen Gottes betrachten. Sogar die
prinzipiengemäße Perspektive sagt uns, dass wir göttlichen Wert haben,
einzigartigen Wert, ewigen und kosmischen Wert haben. Lasst uns heute daran
denken. Seid bis zur nächsten Woche ein bisschen siegreicher, ein bisschen
erleuchteter und ein bisschen friedvoller. Brüder und Schwestern, könnt ihr
das heute annehmen? Also gut. Vielen Dank. Lasst uns unsere Herzen noch
einmal zur letzten Meditation vereinen.
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