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True Family Awards 2007
Wien - Österreich

Dr. und Frau Pak
Rev. Dr. Joong Hyun Pak
Präsident, UPF Zentraleuropa
Übersetzung: Ingrid Hauseder

Meine Damen und Herren, verehrte Friedensbotschafter!
Ich möchte Ihnen allen danken, dass Sie der Einladung zu unserem zweiten
jährlichen Bankett zur Verleihung der Auszeichnung für Wahre Familienwerte
hierher gefolgt sind. Letzte Woche haben meine Frau und ich in Bern, in der
Schweiz, ein ebensolches Bankett eröffnet und nächste Woche werden wir aus
demselben Grund nach Mailand, Italien, reisen. Es war der Bericht über die
erfolgreiche Veranstaltung letztes Jahr hier in
Wien, der den Anstoß zu weiteren Veranstaltungen in diesen Nationen gab.
Ich kann sie hier in Österreich nicht begrüßen, ohne Ihnen zu sagen, wie
sehr ich die Inspiration schätze, die von Ihrer Musik in die Welt
hinausgegangen ist. Wir Koreaner schätzen überaus Musiker wie Mozart,
Schubert und Strauß. Oftmals gastierten schon österreichische Künstler und
Orchester in Korea. Zurzeit findet in Seoul eine Ausstellung des Mozart
Museums von Salzburg statt, es ist das erste Mal im Ausland. Anlässlich
des 250. Mozart- Jubiläums kamen 50 Ensembles nach Korea, um Mozarts Musik
zu spielen.
Heute Abend gilt unsere Wertschätzung Familien und dem Beitrag, den sie
leisten. Kinder gut zu erziehen, ist keine leichte Aufgabe, weder heute,
noch war es dies zur Zeit Mozarts. Soll das nun ein Grund zum Aufgeben sein
oder die Familie durch eine andere Institution ersetzen zu wollen?
Ich bin nicht dafür und bezweifle, dass Sie es sind, nachdem Sie beschlossen
haben, heute Abend hierher zu kommen. Mozart selbst wurde sehr beeinflusst
von seiner Familie und das verursachte ihm zuweilen großes Leid. Aber es
brachte ihm auch Gutes, indem er sich zu jenem Genie entwickeln konnte, das
er war.
Wir können vier lebenswichtige Bereiche der Liebe oder des Herzens
aufzeigen, die in der Familie beheimatet sind und von den
Familienmitgliedern gepflegt werden: die Kindesliebe, die Liebe zwischen den
Geschwistern, die Liebe zwischen den Ehepartnern und die Elternliebe. Weil
die Liebe der wichtigste Aspekt unseres Lebens ist, ist sie auch am
schwierigsten zu meistern. Glücklicherweise hat Gott eine Schule
eingerichtet, in der
wir in geschützter Umgebung die Liebe lernen und praktizieren können. Die
Ordnung in der Entwicklung dieser Liebe ist äußerst wichtig, denn jede der
vier Arten von Liebe entspricht dem Reifegrad einer bestimmten Ebene. Es ist
extrem schwierig, die Partner- oder Elternliebe zu meistern, ohne die
Kindes- und Geschwisterliebe erfolgreich erlernt zu haben. Unsere moderne
Gesellschaft liefert unzählige Beispiele dafür.
Ebenso gestalten sich die Beziehungen in der Schule, auf dem Arbeitsplatz
oder andernorts in der Gesellschaft schwierig, wenn nicht in der eigenen
Kern-Familie, die Mikrokosmos und Teil der Weltfamilie ist, diese
verschiedenen Arten von Beziehungen erarbeitet und trainiert wurden. Wenn
hingegen auf jeder Ebene erfolgreich gelernt wurde, fließen zusätzlich noch
Elemente der Liebe Gottes ein, die bereichern und für mehr Tiefe sorgen.
Es gab nicht viele herausragende, talentierte Künstler oder ebenso wenige
religiöse Persönlichkeiten, die wegen ihres außerordentlich erfolgreichen
Familienlebens in die Geschichte eingegangen sind.
Mit Sicherheit lag aber dem Drang und der Leidenschaft in ihrem Streben die
innewohnende Sehnsucht nach gelungenen Beziehungen in diesen vier Arten der
Liebe zugrunde sowie auch der immanente Wunsch nach Herzensentwicklung und
Persönlichkeitsentfaltung, die in Wechselbeziehung miteinander stehen. Auch
Mozart erfuhr in seinen glücklichsten Jahren die Liebe und Unterstützung
seiner Eltern. Sein Herz, seine Leidenschaft für die Musik und seine
Arbeitsethik wurden ihm in jenen Jahren eingeflößt. Als Kind machte er gerne
Aufführungen zusammen mit seiner Schwester,
die er sehr liebte und seine Frau versuchte immer, ihn während seiner
instabilen Phasen zu unterstützen. Ungeachtet der Enttäuschungen in der
Liebe, ist sein Ausdruck von Gefühlen in der Musik unvergleichlich,
einzigartig. Wie sich wohl der Ausdruck seiner wahren Liebe gestaltet hätte,
wenn er dazu frei gewesen wäre - das können wir nur erahnen.
Unbestritten ist, dass eine gesunde, glückliche Familie in der Liebe einer
stabilen Ehe wurzelt. Am heutigen Abend wollen wir für eine Kultur der Ehe
einstehen, die zur Ehe ermutigt, die Ehe unterstützt und die in der Ehe
Beständigkeit und Stärke sieht. Ehe und Familie befinden sich heute in einer
Krise, aber wir wollen festhalten, dass es nicht die Institution Familie
ist, die an den Pranger gestellt und letztlich zum Opfer wird, sondern die
verfehlte Handhabung der Familie, die richtig gestellt werden muss. Der
moderne Trend zum Individualismus hat die Ehe auf eine private Angelegenheit
reduziert, abseits jeder größeren Gemeinschaft. Dieses Extrem entstand als
Überreaktion auf die Betonung der Pflicht und Verbindlichkeiten innerhalb
der Ehe und unter Einbuße der persönlichen Erfüllung. Es ist aber möglich,
das Beste aus beiden zu haben. Die Ehe soll der Baustein der Gemeinschaft
sein und gleichzeitig auch dem Ehemann und der Ehefrau größte Erfüllung und
Freude bringen. Die Ehe verdient
es, ihre zentrale Rolle in Human-Angelegenheiten wiederzuerlangen.
Heute Abend stärken wir das Netzwerk für die Ehe- und Familienkultur und
freuen uns über die Möglichkeit, jene zu ehren, die so hart dafür gearbeitet
haben. Die „Familie“ ist der Eckpfeiler einer ethischen und moralischen
Gesellschaft und ist der natürlichste Weg für jedes Familienmitglied, sein
Potential vollständig zur Entfaltung zu bringen und größte Freude zu
erleben.
Familie ist ein Beitrag zum Frieden in der Welt.
Vielen Dank und möge Gott Sie segnen!

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