Kurze Biografie







Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die deutsche Wirtschaft lahm. Die Bombardierung der Alliierten zerstörte 20 Prozent aller Häuser in Deutschland. Deutschland war in Schutt und Asche.
Europa war in Trümmern, aufgrund der militärischen Angriffe des deutschen Nazi Regime gegen seine Nachbarländer.
Nach dem Krieg suchten meine Eltern, die ausgehungert und erschöpft waren, in den zerstörten Straßen nach Nahrung und Unterkunft. Die deutsche Bevölkerung litt nach dem Zweiten Weltkrieg enorm. Wie müssen meine Eltern und andere Menschen in Deutschland gefühlt haben nach diesem sinnlosen Krieg?



Mit Hilfe der Vereinigten Staaten Marschalls Plan wurde Kapital zur Verfügung gestellt,
um deutsche zerstörte Städte wieder aufzubauen.




Frankfurt a/Main 1945


Heute - die moderne Metropole von Frankfurt

Meine Eltern sprachen kaum über den Zweiten Weltkrieg. Auch in der Schule hatten wir nicht sehr viel darüber erfahren. Später las ich Bücher über den zweiten Weltkrieg und sah mir viele Filme darüber an. Als ich in anderen Ländern war, fragten mich oft die Menschen über den Krieg und das Nazi-Regime. Oft war ich traurig darüber, was Deutschland da angerichtet hatte.

Mein Vater erzählte uns Kindern ab und zu über seine Zeit in amerikanischer Gefangenschaft. Er wurde nämlich mit 17 Jahren, bereits gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, eingezogen. Sich der Einberufung zu widersetzen hätte das Todesurteil zur Folge gehabt.

Nach nur nach 6 Monaten in der Armee wurde er von amerikanischen Streitkräften gefangen genommen. Mein Vater erzählte mir, als ich noch ein kleiner Junge war, über seine Erfahrung mit amerikanischen Soldaten. Diese Geschichten über seine Zeit in amerikanischer Gefangenschaft sind mir bis heute in lebhafter Erinnerung geblieben.
Mein Vater wurde von den US Soldaten gut behandelt, obwohl er ihr Gefangener war. Einige von ihnen gaben meinem Vater öfter etwas Besonderes zu essen oder Süßigkeiten.

Als kleiner Junge, Mitte der 50’s Jahre lebte unsere Familie an einer ziemlich belebten Straße in Frankfurt/Rödelheim. Die amerikanischen Lkws brausten durch zu ihren Kasernen. Die Soldaten warfen uns dann Kaugummis und Schokolade aus den Lkws zu. Wir Schulkinder standen an der belebten Straße und salutierten den amerikanischen Soldaten und diese grüßten uns mit einem großen Lächeln zurück.
Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Momente.
Ich wurde 1951 geboren, 6 Jahre nach der Kapitulation des Hitlers Regime. Ich erinnere mich noch ein wenig an die schwierigen Umstände, unter denen wir lebten. Unsere winzig kleine Wohnung war in einem sehr schlechten Zustand gewesen, sodass ich häufig krank wurde.
Mein Vater arbeitete in einem Bergwerk und meine Mutter verdiente als Reinigungsfrau ein wenig dazu. Trotzdem reichten beide Einkommen zusammen grade zum Überleben. In den 50er Jahren wurde meinen Eltern eine Wohnung mit zwei Zimmern (50m²) für Flüchtlinge zugewiesen. Das war die Situation von unzähligen Familien im Nachkriegs-Deutschland gewesen.

Es gab Zeiten, da hatten wir kein elektrisches Licht, weil meine Eltern die Stromrechnung nicht zahlen konnten. Dann benutzten wir eben Kerzenlicht. Andere Meist gab es ganz wenig zu essen. Ich aß hauptsächlich trockenes Brot, weil meine Eltern kein Geld hatten, um Lebensmittel Nahrung für uns Kinder zu kaufen. Als ich 8 Jahre alt war, arbeitete ich im Herbst auf einem Bauernhof. Täglich nach der Schule ging ich mit anderen Schulkindern zum Bauern und half bei der Kartoffelernte. Wir erhielten wenig Geld dafür. Wir bekamen noch etwas Wurst und Brot als Lohn dazu. Häufig gab ich alles meinen Eltern. Ich hatte als Jugendlicher viele Gelegenheitsjobs, um mein eigenes Geld zu verdienen.


Meine Heimatstadt Frankfurt am/Main 1945




Das amerikanische Rote Kreuz hilft den deutschen Verwundeten




Glaubt ihr mir nicht? - Das bin ich!


Auf einer Zugfahrt (i.d. Mitte bin ich)

Meine Mutter war eher eine fromme Person und ich denke, dass ich ihr Fundament mitbekommen hatte und das ist der Grund warum ich selber einen Glaubensweg eingeschlagen habe und heute in der Vereinigungskirche bin. Ich bin mir ganz sicher, dass unsere Vorfahren und deren guten Verdienste auf mich übertragen wurden. Die geistige Welt hat mich in meiner Jugend sehr geschützt und geführt, sodass ich dem Herrn der Wiederkunft, Rev. Sun Myung Moon in den 70er Jahren folgen konnte. Heute kann ich dies viel besser nachvollziehen, wenn ich auf mein Leben zurückschaue, wie Gott mein Leben führte.
 


1953, v.l.n.r. Wolfgang, Peter und Doris

Mein Vater war ein sehr rechtschaffener Mensch. Als mein älterer Bruder 1970 nach einer schweren Krankheit starb, verlor mein Vater seinen Glauben an Gott. Mein Bruder Peter wurde nur 24 Jahre alt. Er war verheiratet und hinterließ seine Frau und einen Sohn von einem Jahr.
Die Jugendzeit meiner Eltern war nicht einfach. Es war eine sehr harte Zeit, das alles verstand ich erst viel später, als ich zur Vereinigungskirche kam. Mein Vater verstarb 1994, in der Zeit als ich mit unserer Kirche in Russland arbeitete. Ich konnte leider nicht an seinem Begräbnis teilnehmen. Meine Mutter verstarb im Frühjahr 2006.

Einige Jahre bevor ich zur Vereinigungskirche kam, hatte ich großes Interesse an geistigen Themen. Ich fing an, die Bibel und andere religiöse Schriften zu lesen. Ich traf unterschiedliche religiöse Gruppen und ich wollte Freunde haben, die religiös waren und wollte mit ihnen in einer Gemeinschaft leben. Ich hatte den starken Wunsch, Gutes zu tun und Menschen, die in Not waren, zu helfen. Ich hatte auch überlegt, Sozialarbeiter zu werden.
Andere Länder und Kulturen interessierten mich mehr und mehr und es war mein Wunsch, irgendwo anders zu leben. Dieser Wunsch ging auch in Erfüllung, nachdem ich der Bewegung beigetreten war.
Als Kind konnte in der Natur eine „unbeschreibliche Kraft“ verspüren, aber da war mir noch nicht klar, dass es die Allgegenwart Gottes war, die ich fühlte.

Gott hat mir die ganze Zeit hindurch Kraft und Schutz gegeben. Ich empfing eine Menge Hilfe von meinen Vorfahren, die mir halfen, auf dem rechten Weg zu bleiben. Ich war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und traf unterschiedliche Leute in meinem Leben. Einige meiner Freunde nahmen Drogen.
Als ich die Vereinigungs-Kirche kennen lernte, glaubte ich sofort, dass dies die richtige Gruppe von Leuten ist, denen ich angehören möchte. Als ich die göttlichen Prinzipien und den Vortrag über die geistige Welt hörte, war ich sehr beruhigt, dass es ein ewiges Leben nach dem Tod gibt. Der Gedanke, dass nach dem Tod alles vorbei sein könnte, hatte mich zuvor immens beunruhigt, ich konnte mir auch nie vorstellen, dass plötzlich alles zu Ende sein sollte.
Es dauerte für mich einige Zeit, die Bedeutung des Messias und den Zweck seines Kommens zu verstehen, nämlich, um die gefallene Welt zu erlösen. Aber ich fühlte mich sowohl von der Lehre, wie von den Wahren Eltern selbst emotional angesprochen und berührt. Dann wuchs in mir eine Beziehung zu Gott, die vorher wohl mehr unbewusst da war und ich versprach Gott, diesen Weg zu gehen. Diesen Schritt habe ich bis zum heutigen Tag nicht bereut.
Wenn ich zurückschaue auf mein bisheriges Leben, dann war es das Beste, was ich tun konnte: die Vereinigungskirche und die göttlichen Prinzipien anzunehmen und den wahren Eltern nachzufolgen.



Meine Eltern

Im Juni 1996, also schon nach Beendigung der 21 Jahre, waren meine Frau und ich 40 Tage im Cheong Pyung (Korea), bei einem Seminar mit Dae Mon Nim und Hyung Jin Nim. Es war ein tiefes Erlebnis und Geschenk für uns beide und unsere Kinder. Ich denke, dass auch unsere Vorfahren in der geistigen Welt, unsere Verwandtschaft auf Erden, großen Segen empfangen werden.
In Cheong Pyung bekam ich die Mission als nationaler Messias für die Philippinen. Bis jetzt war ich 6 Mal dort. Ich liebe die Philippinen! Es ist ein Land, das gut zu mir passt.

Nach dem Seminar in Korea hätte ich fast meine ganze Familie bei einem schrecklichen Autounfall in Polen verloren. Wir waren auf dem Weg von Russland nach Frankfurt, als der Fahrer des Reisebusses, in dem sich meine Familie befand, die Kontrolle über den Wagen verlor. Das Fahrzeug stürzte über eine Böschung und ein Insasse starb noch am Unfallort und andere erlitten ernsthafte Verletzungen. Meine 5 jährige Tochter Eleonora wurde auch sehr schwer verletzt und fiel ins Koma. Die Ärzte im Krankenhaus erklärten uns, dass unsere Tochter keine große Chance hätte, zu überleben.
Einer unserer Söhne wurde aus dem Mini-Bus geschleudert und flog 25 Meter weit über eine belebte Bundesstrasse und fiel in einen Busch. Das rettete ihm sein Leben! Der Mini-Bus fing an zu brennen, wo sich mein anderer Sohn und meine Frau befanden.
Es grenzte an ein Wunder, dass meine ganze Familie überlebte!

Es waren die schwierigsten Tage unseres Lebens, als wir um das Leben unserer Tochter bangen mussten und man uns auf das Schlimmste vorbereitete!
Keiner gibt die Hoffnung auf, wenn sein Kind in Lebensgefahr schwebt! Meine Frau, die ja selber schwer verletzt war, und ich beteten ohne Unterlass. Wir glaubten an ein Wunder - und sind davon überzeugt, dass es passierte!
Der Zustand Eleonoras besserte sich von Tag zu Tag, wofür selbst die Ärzte keine Erklärung hatten! Es sollten einige Operationen vorgenommen werden, die, wie sich später herausstellte, nicht mehr nötig waren.
Wir konnten förmlich spüren, wie unsere Gebete erhört wurden und die Engel mithalfen, unsere Tochter zu heilen. Später erfuhren wir, dass wir von Dae Mon Nim tatkräftig unterstützt wurden.

Ich danke Gott und den wahren Eltern, die mir eine wunderbare Frau gaben. Heute haben wir 4 wunderbare und schöne Kinder, 2 Jungen und 2 Mädchen.

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