|

Sonntagspredigt in der New Hope Familienkirche
In Jin Nim
September 21, 2008
Washington

Guten Morgen. Guten Morgen. Es ist wirklich eine Ehre für mich, mit euch an
diesem Morgen hier in der New Hope Akademie zu sein. Ich erinnere mich an
diese Schule, als sie gekauft wurde. Ich habe sie über die Jahre wachsen und
sich entwickeln gesehen. Es gab so viele unvergessliche Konferenzen hier –
ich denke, dass ich im Rahmen der Dr. Park Tour zum letzten Mal hier war.
Ich bin wieder einmal davon berührt, so liebevoll von der Washington Kirche
willkommen geheißen zu werden.
Ich verbrachte ein schönes Hoon Dok Hae mit einer Gruppe junger Leute, eurer
Kinder. Ich hatte die Gelegenheit, jeden einzelnen von ihnen zu treffen und
zu hören, was sie in ihrem Leben tun. Als ich jeden einzelnen dieser
bezaubernden Damen und Herren kennenlernte, wurde mir bewusst, dass wir hier
wirklich etwas Besonderes haben. Unsere zweite Generation ist wirklich so
kostbar. Ihr Herz und ihr Lächeln und das Funkeln in ihren Augen ist fast
wie ein Jungbrunnen für mich. Es lässt mich wieder jung fühlen.
Diesen Morgen genießen wir, die Älteren, aber Guten (Oldies but Goodies),
zusammen mit einem Neukömmling, dem Sohn von Larry Moffit. Selbst nach all
diesen Jahren hat Dan immer noch dieses Funkeln in seinen Augen, Frank Grow
ist etwas grauer, aber noch so fesselnd wie immer. Wisst ihr, ich habe
bemerkt, dass es genau das ist, was unsere Gemeinschaft bewundernswert
macht. Wir haben die Alten, wir haben die Jungen. Wir haben die Asiaten, wir
haben die Westlichen. ...Wir haben hier in Washington vielleicht eine Reihe
finanziell gut situierter Paare und einige Paare, die gerade anfangen und
sich durchkämpfen. Aber dies ist irgendwie das, was uns zu dem macht, was
wir sind. Wir sind alle Kinder Gottes und wir wurden alle auf die eine oder
andere Weise von der Hand der Wahren Eltern berührt.
Und wenn ich die zweite Generation sehe .... ich sagte ihnen heute morgen:
„Ihr seid so speziell, weil ihr buchstäblich von unseren Wahren Eltern
ausgesucht worden seid." Ich weiß, dass meine Kinder nicht hier wären,
hätten meine Eltern mich nicht meinem Mann vorgestellt oder mich den Gang
runtergeschoben, um ihn zu treffen. Sie wären nicht hier. All eure Kinder
wären nicht hier. Aber dann sah ich etwas Aufregendes. Ich habe all diese
jungen Paare getroffen, die gerade gesegnet wurden. Selbst der Sohn von Rev.
Jenkins ging zum STF nach Europa und kam mit einer Frau zurück. Sie schienen
sehr verliebt zu sein.
Ich sagte zu meinem Mann: „Weißt du, ich denke, die erste Generation hat
etwas so Wunderbares verpasst, nämlich das Erleben von romantischer Liebe.
Nicht wahr? Wir wurden gesegnet, weil wir daran glaubten, eine weltweite
Familie zu schaffen. Wir hatten unsere Ehepartner vorher nie getroffen. Oder
vielleicht kannten einige ihren Partner schon vorher, aber fühlten sich
vielleicht überhaupt nicht zu ihm hingezogen. Aber weil wir an die höheren
Werte des Lebens glaubten, akzeptierten wir unseren Ehepartner.
Aber in diesem Zeitalter, auf Grund der Opfer und der Grundlage, die die
erste Generation gelegt hat, haben die zweite und die dritte Generation
diese unglaubliche Gelegenheit, nicht nur das Wertvollste im Leben, nämlich
die Segnung zu erhalten, sondern auch romantische Liebe zu erleben und zu
genießen. Mein Mann und ich waren ganz begeistert, weil wir das liebend
gerne mit unseren eigenen Kinder sehen würden. Wir würden es lieben, die
Welt in unserer eigenen Familie zusammenkommen zu sehen.
Im Moment bittet mich Vater, Zeit mit den Mitgliedern zu verbringen.
Eigentlich wollte ich diese Washington-Veranstaltung absagen, weil die
Wahren Eltern gerade in Alaska sind. Also fragte ich sie: „Ich habe gerade
die Mitglieder in New Jersey getroffen und planmäßig sollte ich mich mit den
Mitgliedern in Washington, D.C., treffen, aber ihr seid in Alaska. Soll ich
kommen und euch grüßen?" Vater sagte daraufhin: „Washington ist sehr
wichtig. Washington ist immer eine sehr, sehr wichtige Stadt gewesen, also
musst du gehen und die Mitglieder ermutigen und dich um sie kümmern und sie
daran erinnern, wie wichtig Washington in Gottes Vorsehung ist." Deswegen
bin ich hier. (Applaus)
Wenn ich über Washington und Amerika nachdenke – ich spreche oft zu meinen
Kindern und Freunden: „Was bedeutet uns Amerikanern Amerika?" Vielleicht
begreifen diejenigen von euch, die hier aufgewachsen sind, nicht, was
Amerika für den Rest der Welt bedeutet. Amerika ist das Land der Träume. Es
ist ein Land, wo jeder kommen und auf Grund von harter Arbeit, auf Grund
seines Wunsches, in der Gesellschaft aufzusteigen oder eine Ausbildung zu
erhalten, alles erreichen kann, was das Herz begehrt. Man kann arm sein, mit
nichts in seiner Tasche ankommen - was viele koreanische Missionare getan
haben, die in dieses Land gekommen sind - aber aufgrund ihres Einsatzes,
ihres Durchhaltevermögens und ihrer Hingabe wurden sie die reichsten Leute
in der Welt, wurden die treibende Kräfte von Capitol Hill (Sitz des
Kongresses), wurden zukünftige Präsidenten. Obama kam aus einem Zuhause mit
einer allein erziehenden Mutter. Wer hätte jemals gedacht, als Martin Luther
King seine „Ich habe einen Traum" - Rede gab, dass wir jetzt einen
Präsidentschaftskandidaten haben würden, der Afroamerikaner ist? Es ist
einfach unglaublich, was in diesem Land möglich ist.
Für den Rest der Welt seid ihr das Land der Träume, ihr seid das Land der
unbegrenzten Möglichkeiten. Wir sind tatsächlich so gesegnet, hier zu leben
und die letzten Jahrzehnte unsere Wahren Eltern hier gehabt zu haben.
(Applaus) Sie haben viele Jahre ihres Lebens damit verbracht, euch zu
lieben, sich um euch zu kümmern, euch zu inspirieren und zu ermutigen,
großartige Männer und Frauen Gottes zu werden. Sie brachten uns alle, meine
Geschwister, hierher, um eure Sprache zu lernen, sozusagen Amerikaner zu
werden, und zu lernen, Amerika mehr als mein eigenes Land zu lieben.
Als ich aufwuchs, sah ich diese Liebe, die meine Eltern für Amerika hatten.
Ich habe noch (immer) diese lebendige, dynamische Gemeinschaft junger
amerikanischer Männer und Frauen in Erinnerung. Ich kam als Kind aus einem
Land, wo jeder schwarze Haare und dunkle Augen hat, in ein Land mit einer
ganz anderen Kultur, mit all diesen unterschiedlichen Menschen: Blonde
Haare, Brünetten, sogar Rotköpfe, die ich nie zuvor gesehen hatte. All diese
Leute kamen, hörten zu und waren trunken von der Botschaft der wahren Liebe,
von der Vision von idealen Familien und von dem Traum, großartige Kinder zu
haben. Das ist meine Erinnerung an die amerikanischen Mitglieder von der
Zeit, als ich aufwuchs.
Ja, über die Jahre sind wir ein wenig grauer geworden und vielleicht sind
einige von uns auch ein wenig müde geworden. Ich weiß, das viele von euch
ziemlich viel gelitten haben.... Dennoch, in dieser unglaublich wichtigen
providentiellen Zeit bitten die Wahren Eltern die ältere Sohn Nation
Amerika, wirklich aufzustehen und ihr providentielles Schicksal zu erfüllen,
welches in gewisser Weise darin besteht, Macht für Gott auszuüben. Amerika
ist eine Supermacht. Amerika hat unglaubliche Macht über viele, viele Länder
auf der Welt. Wenn ihr Politikwissenschaft studiert, ist eines der ersten
Dinge, die der Professor euch sagt: „Macht? Wie definiert ihr Macht? Macht
definiert man als die Fähigkeit zu beeinflussen." Wenn Amerika eine
Supermacht ist, dann hat Amerika eine unglaubliche Verantwortung, großen und
guten Einfluss auf den Rest der Welt auszuüben und in gewisser Weise das
großartige Land zu werden, das Gott sehen wollte.
Hier in diesem Saal haben wir eine Gemeinschaft von Vereinigungsmitgliedern,
und ich würde euch gerne bitten, einen Moment darüber nachzudenken: „Was für
eine Gemeinschaft sind wir überhaupt?" Wenn ich verschiedene Geschwister,
auch der zweiten Generation, treffe, ist eines der Dinge, worüber ich immer
gefragt werde: „Ich denke immer über ein ’Verkaufsgespräch im Aufzug’ nach.
Wie definiert man unsere Bewegung in dieser kurzen Zeitspanne, in der man
den Aufzug zum ersten, siebten oder vierten oder was auch immer für einen
Stock nimmt?" Viele meiner Freunde, Bekannten oder Kollegen von draußen
haben mir genau diese Frage gestellt: „An was glaubst du? Was hat es mit dir
auf sich? Um wen handelt es sich bei Rev. Moon? Worum handelt es sich bei
der Vereinigungskirche?" Eines der Dinge, die ich ihnen immer sage, ist:
„Nun, wir glauben, dass Jesus meinem Vater am Ostersonntag erschienen ist
und ihn gebeten hat, seine Mission zu erfüllen. Und was ist diese Mission?
Diese Mission ist, das weiterzumachen, was Jesus wegen der Kreuzigung nicht
tun konnte - eine wunderbare Frau zu finden, eine ideale Familie aufzubauen
und diese Botschaft mit dem Rest der Welt zu teilen."
Wenn ich so etwas sage, treten die Leute normalerweise einen Schritt zurück
und sagen: "Oh! Ich dachte, es ginge euch nur um Gehirnwäsche. Wo ist die
Gehirnwäsche, an die ihr Leute glaubt? Ich wusste gar nicht, dass euer
Glaube auf der christlichen Lehre beruht und dass ihr denkt, dass ihr
eigentlich Jesu Mission erfüllt, die er nicht erfüllen konnte, weil sein
Leben vorzeitig beendet wurde."
Wenn sie dann interessiert sind, fragen sie mehr: „Was ist das mit den „Adolf-Hitler-Manseis“,
die ich die ganze Zeit im Fernsehen sehe?" Ich liebe es immer, ihnen zu
sagen: „Mansei bedeutet auf Koreanisch Hipp, Hipp, Hurra, oder wörtlich
10.000 Jahre Glück." Dann sagen sie: „Oh, ich habe das nicht gewusst." Nach
unserem letzten Treffen fragen sie mich: „Was ist das – Aju? Warum sagt ihr
nicht Amen?" Meine Antwort ist in den Vereinigten Staaten viel einfacher als
irgendwo sonst auf der Welt. Ich erkläre, dass meine Eltern sagen, dass
Amerika das Land des älteren Sohnes sei und sie Amerika als zweites Israel
proklamiert haben. Also ist es in gewisser Weise „ein Jude" (a Jew).
(Lachen, Applaus) Und weil, historisch gesehen, die jüdische Gemeinschaft
uns das Leben schwer gemacht hat, können wir uns auf diese Weise daran
erinnern, die jüdische Gemeinschaft zu lieben und unsere jüdischen
Geschwister einzubeziehen. Und für diejenigen von uns, die bereits Juden und
(gleichzeitig) Mitglieder sind, erinnert es sie daran: „Oh! Der Himmlische
Vater liebt uns wirklich!" (Applaus)
Wenn ihr jemanden, der nie unsere Bewegung kennengelernt hat oder jemanden,
der bisher unserer Bewegung gegenüber negativ eingestellt war, zu einer
Fahrt in den Aufzug mitnehmt und sich der Aufzug auf ihrem Flur öffnet,
wollen sie oft nicht gehen. Wenn sie dann herausfinden, dass ich eine Mutter
mit fünf Kindern bin, wollen sie wirklich nicht aussteigen. Sie wollen mich
zum Kaffee einladen und mehr über mein Leben herausfinden.
Etwas, was ich in unserem eigenen Glaubensleben fühle, ist, dass - wann
immer es einen neuen kontinentalen Leiter oder eine sonstige Veränderung in
der Leiterschaft gibt - es immer darum geht, was die neue Richtung (push)
ist, ein neuer „push“. Die wunderbaren Dr. und Frau Pyung Hwa Kim haben eine
unglaubliche Arbeit für die Wahren Eltern in den Philippinen und Taiwan
geleistet und viele Abertausende von Mitgliedern in unseren Kreis
aufgenommen. Als ich sie zum ersten Mal traf, sagten sie: „In Jin Nim, wir
müssen größten Nachdruck aufs Witnessen legen." Ich sagte: „Ja, das ist
wirklich wunderbar. Und Witnessen ist unglaublich wichtig. Aber wisst ihr,
dies sind nicht die Philippinen, dies ist nicht Taiwan. Junge Amerikaner
kennen sich hinsichtlich östlicher Religionen sehr gut aus.“ Es ist (zwar)
wunderbar, daran zu denken, wie zum Beispiel viele von euch der Kirche
beigetreten sind - ihr wurdet angesprochen, als ihr mit dem Rucksack in den
USA unterwegs wart und wurdet für ein Wochenendseminar eingeladen, manche
von euch auf Camp K und einige von euch in die 43ste Straße, und habt dann
die Bewegung kennengelernt. Ihr wart von Ehrfurcht ergriffen, als ihr
bemerkt habt, dass der Messias wirklich hier ist. „Aber andererseits", sagte
ich zu Dr. und Frau Kim, „hat sich die Welt seitdem ziemlich verändert. Es
hat über die Jahre hindurch viele, viele Anstrengungen gegeben, neue
Witnessing Kampagnen zu starten und durchzuziehen. Aber egal mit welch
ehrlicher oder aufrichtigen Haltung die Beteiligten mitmachten, es kamen
keine Resultate zustande. Der Grund dafür ist, dass sich unsere Generation
geändert hat."
Sie (Dr. und Frau Kim) sprachen über die Zielgruppe von 18- bis 35-Jährigen,
junge Berufstätige oder Studenten. Ich sagte: „Dr. und Frau Kim, die meisten
dieser jungen Menschen haben etwas, das wir in deren Alter nie hatten: das
Internet. Ich weiß nicht, wie viele junge Menschen ich durch meine Kinder
getroffen habe. Weil ich Musikerin bin, habe ich so viele junge Musiker
getroffen, die in gewisser Weise ihre eigene Religion im Internet gefunden
haben. Viele haben mir gesagt: 'Mir gefällt es nicht , dass mir gepredigt
wird. Ich mag es nicht, wenn mir jemand sagt, was richtig oder falsch ist.
Ich möchte gerne in der Stille meines eigenen Büros oder meines eigenen
Zimmers selbst herausfinden, was ich fühle.' "
Ich fragte Dr. und Frau Kim: „Sollte unser erster Fokus hinsichtlich des
Witnessens nicht eine Überprüfung dessen sein, wofür unsere Bewegung steht?
(Applaus) Sollten wir nicht das Bild der Vereinigungskirche oder ihren Ruf
im Internet überprüfen?" (Applaus) Denn ich kann großartige Treffen mit
Leuten haben, aber dann rufen sie mich am nächsten Tag zurück und sagen:
'Weißt du, ich habe über deinen Vater gegoogelt und – Mann oh Mann!’ Ich
sage dann: ‚Ok, Sie haben die negativen Fakten, also kommen Sie wieder und
lassen Sie mich Ihnen die andere Seite zeigen.' Mir wurde bewusst, wie
unglaublich mächtig das Internet ist und wie viel Negativität es da draußen
gibt."
Also war eines der ersten Dinge, die ich Dr. und Frau Kim sagte: „Ich möchte
meine Energie darauf richten, das Internet zu säubern, so dass, wenn die
Leute „Vereinigungskirche" oder "Rev. Sun Myung Moon" eintippen, das Gute
rauskommt, zusätzlich zu dem, was sie bereits haben." (Applaus)
Und dann sagte ich: „Das nächste, was ich gerne vor unseren Brüdern und
Schwestern betonen möchte, ist die Wichtigkeit von natürlichem Witnessen.
Was meine ich damit? Wenn ihr draußen auf der Straße seid und den Leuten das
Wort Gottes lehren wollt oder die Tatsache, dass der Messias hier auf der
Erde ist, ist das großartig. Und ich habe das auch gemacht. Ich bin viele,
viele Jahre den Kurs des Fundraisings und Witnessings gegangen. Aber ich
merkte, dass für mich als Mutter von 5 Kindern der wirksamste und
dauerhafteste Weg zu witnessen der ist, was ich „natürliches Witnessen“
nenne. Das heißt, wenn wir wirklich etwas Besonderes hier haben, wenn das,
was uns unsere Wahren Eltern gelehrt haben, das Wort Gottes ist. Und sie
haben so viele Jahre lang über das Errichten idealer Familien und einer
Familie unter gesprochen.
Ich habe oft verschiedene Leute gefragt: „Wie sieht für dich eine Familie
unter Gott aus?" Für mich sind es viele Dinge, aber das Wichtigste ist,
dass, wenn wir eine Familie unter Gott werden wollen, jede einzelne unserer
Familien ideal sein muss, schön sein muss, scheinen und eine Inspiration
sein muss. Ich weiß das seit so vielen Jahren. Und Rev. Jenkins sagte mir
ehrlich: „Weißt du, in den letzten 24 Jahren haben wir den Schwerpunkt nicht
auf unsere Gemeinschaft gelegt, weil wir so ereignisorientiert waren und
immer Terminfristen hatten, die wir einhalten mussten.“
Aber ich, aus der Sicht einer Frau und Mutter, würde diese Gelegenheit gerne
benutzen, um all die Mütter im Publikum in gewisser Weise zu ermutigen,
grundsätzlich folgendes zu sagen: „Meine wichtigste Mission ist, mich um
meine Kinder zu kümmern. Meine wichtigste Mission besteht darin, diejenigen
aufzuziehen, die in Zukunft die Welt verändern werden. Ich ziehe
Weltveränderer groß und ich erziehe meine Kinder, damit sie die treibende
Kraft für Veränderung, für Größeres werden."
Und als Mutter muss ich euch sagen, dass es viel aufregender ist, mit den
Wahren Eltern auf Tour zu gehen und den Reden beizuwohnen, als über die
Einkaufsliste nachzudenken und welches Waschmittel man kaufen will, weil man
etwas Geld hier und da sparen will oder um sicherzugehen, dass das Konto
nicht überzogen wird und daran zu denken, welches Programm ich für mein Kind
bereitstelle. Es ist ein alles-vereinnehmder Lebensstil. Man ist
buchstäblich der Gnade seiner Kinder ausgeliefert. Gott sei Dank habe ich
solch wunderbare Kinder, aber es ist wirklich, wirklich harte Arbeit. Und es
ist eine undankbare Aufgabe. Man wird nicht wirklich belohnt für das, was
man investiert - erst viele viele Jahre später, manchmal erst nach vielen
Jahrzehnten. Einige Kinder gehen den einfachen Weg und einige Kinder gehen
den schweren Weg. Aber das „Danke, Mama und Papa" kommt erst viel, viel
später.
Ich kann also sehen, wie sich so viele der Mütter, besonders die
koreanischen, begeistert in das stürzen, was unsere Wahren Eltern gerade
tun: „Ich folge den Wahren Eltern! Mann, kümmere du dich um die Kinder. Ich
setze mich für diese wichtige Sache ein, also Mama, kümmere du dich um die
Kinder!" So wurden viele von uns erzogen. Was meine eigene Familie betrifft,
ich hatte acht verschiedene Kindermädchen, bevor ich nach Amerika kam. Könnt
ihr euch das vorstellen? Gerade wenn man sich an ein Kindermädchen gewöhnt
hatte, bekam man ein neues. Und ich denke, dass viele der gesegneten Kinder
auch so aufgewachsen sind. Ihre Eltern waren nie da und viele von ihnen
mussten für sich selbst sorgen.
In den 80ern und 90ern aufzuwachsen war nicht so einfach. Wir wurden sehr
verfolgt. Unsere Bewegung hatte einen sehr sehr negativen Ruf. Das Bild, was
man von uns hatte, war einfach furchtbar. Man sagte, wir seien betrügerisch,
wir würden den Leuten das Gehirn waschen, wir würden Familien zerschlagen
und Leute versklaven. Aber der eigentliche Kern unserer Botschaft, nämlich
die Botschaft der wahren Liebe, die Botschaft der idealen Familie, das
Konzept einer universellen Familie, einer Familie unter Gott, ist etwas,
worüber ich mich bis heute begeistere.
Und wenn ich eine Gelegenheit habe, dies meinen Freunden und jetzt meinen
Kollegen von draußen in den Medien und der Unterhaltungsbranche mitzuteilen,
sagen sie mir: „Oh! Was Sie da sagen, ist wirklich der
Jahrtausend-Generation gewachsen." Um was handelt es sich bei der
Jahrtausend-Generation? Alles dreht sich um „zeig mir!" Es ist eine „zeig
mir"-Generation. „Zeig mir das Geld, zeig mir, was du für mich tun kannst."
Aber seht, um was unsere Wahren Eltern bitten. Sie bitten uns, eine
Generation des Friedens aufzuziehen, Menschen, die den Frieden lieben, die
die Bedeutung von Harmonie unter den Rassen, den Dialog unter den Religionen
und den Wert der verschiedenen Kulturen erkennen. Hier (in unserer Bewegung)
haben wir den Westen und den Osten. Wir haben das Beste aus beiden Welten.
Hier haben wir Eltern oder Familien, wo sich die Kinder [innerhalb der
Familie] in Dankbarkeit vor ihren Eltern verbeugen. Wo die Eltern, aus Liebe
und dem Wunsch, ihre Kinder zu verstehen, sie einladen, um mit ihnen zu
sprechen.
In der östlichen Tradition darf man nicht zu seinen Eltern sprechen. Die
Eltern tun all das Reden und die Kinder hören nur zu. Aber in unserer
Gemeinschaft haben wir beides, das Horizontale und das Vertikale. Oft, wenn
ich die Familien meiner Freunde von draußen erlebe, bemerke ich, dass sie
viel Zeit damit verbringen, zu versuchen, die besten Freunde ihrer Kinder zu
sein, dabei aber ihre elterliche Rolle aufgeben. Und dann fragen sie mich:
„Warum hören meine Kinder nicht auf mich?"
Und so oft erkläre ich ihnen: „Eines der wunderbaren Dinge dieser Bewegung
ist, dass wir beide Elemente haben, eine Wertschätzung der östlichen Kultur
und eine Wertschätzung der westlichen Kultur. Und in gewisser Weise ist das
Gottes Weg, uns zu erlauben, das Beste zusammenzutragen, das Beste zu nehmen
und zu lernen und ein Wandteppich zu werden. Was wir tun, ist, einen
Wandteppich des Lebens zu weben, und in dieser Zeit ist es ein Wandteppich
des Friedens.“
Ich arbeite in New York im Manhattan Center. Neulich gedachte die New Yorker
Polizei des 11. September. Sie hatten eine riesige Parade, die die 34ste
Straße herunterkam, und sie bildeten alle ein Spalier ins Manhattan Center.
Als ich die jungen Männer und Frauen der New Yorker Polizei sah, erinnerte
ich mich an die Feuerwehrmänner, die in die schon einstürzenden Twin Towers
hineinrannten, um Menschen zu retten. Ich sagte meinem Mann: „Diese Leute
sind der Stolz Amerikas. Die Tausende von Männern und Frauen, die in Korea
ihr Leben gaben, um unseren Wahren Vater zu befreien, als die Alliierten
landeten und meinen Vater vor der Exekution retteten..." Ich sagte: „Diese
Männer und Frauen, die ihr Leben gegeben haben, weil sie an einen höheren
Zweck glaubten, die Männer und Frauen, die im Ausland kämpfen, glauben an
die Wichtigkeit von Freiheit, glauben an die Wichtigkeit demokratischer
Institutionen, sie geben ihr Leben für etwas Größeres. Und diese Polizisten
und Feuerwehrmänner, die buchstäblich ihr Leben am 11. September gegeben
haben, taten dasselbe, weil sie Patrioten waren, die an Amerika glaubten.
Wenn ich sehe, wie Leute ihren Glauben im täglichen Leben praktizieren, dann
gibt es nichts, was mich mehr inspiriert."
Ich sagte meinem Mann: „Dies sind die Besten von New York City, und an
diesem Jahrestag kann ich nicht anders, als das zu fühlen, dass das, was wir
am 11. September erlebt haben, auf religiöse Fanantiker zurückzuführen ist,
die im Namen der Religion Amerikaner verletzen und töten wollten.“ Ich sagte
zu ihm: „Wie kann es sein, dass die Welt in diese Situation gekommen ist, wo
Leute einander im Namen der Religion buchstäblich töten und Amerika im Namen
Gottes und der Religion verletzen wollen? Wie können wir dieses Problem
lösen? Es scheint, dass, je mächtiger Amerika wird, je reicher Amerika wird,
umso mehr wird es von der Welt beneidet, um so mehr wird es zur Zielscheibe.
Weil wir so viel haben, weil Amerika so gesegnet ist.
Wie können wir als Amerikaner, jung und alt, dahinkommen, dass wir uns
fragen: „Was für eine Welt hinterlassen wir unseren Kindern?" Ich stelle mir
diese Frage jeden Tag. Ich sagte: „Was für einen Einfluss wird mein Leben
auf die Zukunft meiner Kinder haben?" Ich sage mir immer: „Wenn es eins
gibt, das ich tun kann, möchte ich eine großartige Mutter sein. Und wenn es
noch etwas gibt, was ich tun kann, möchte ich eine Generation des Friedens
aufziehen, wo wir um Gottes Liebe wissen und die Familie unter Gott
anstreben, wo wir jede Kultur mit ihren Stärken und Schwächen verstehen und
wertschätzen und zusammenkommen, um ein unglaubliches Geschenk für Gott zu
schaffen, nämlich den Wandteppich unseres Lebens.
In meinem täglichen Leben und im täglichen Leben meiner Kinder gibt es
einige Sachen, die wir jeden Tag tun. Ich bitte sie immer: „Denkt über drei
verschiedene Dinge nach, die ihr heute tun wollt. Es ist eine wunderbare
Weise, seinen Tag mit Dankbarkeit zu beginnen, und was gibt es besseres, als
den Tag mit Dank für Gott und für eure Eltern anzufangen. Und wofür dankt
ihr ihnen? Für euer Leben, für die Gelegenheit, das Leben feiern zu können,
dafür, wahre Liebe praktizieren und ein Leben zum Wohl anderer leben zu
können.“
Als ich die Worte „zum Wohl anderer zu leben" während der vielen, vielen
Workshops, die ich mitgemacht hatte, gehört hatte, sagte ich: „Für ein 15
oder 16 Jahre altes Kind ist das nicht sehr inspirierend. Bedeutet für
andere zu leben, dass ich mich völlig verneine, mich völlig umbringe oder
völlig zurückweise, wer ich bin? Wenn ich ein Instrument Gottes bin, sollte
es dann nicht auch eine Rolle spielen, was ich mit meinem Leben anfangen
will?" Dann kam mir etwas in den Sinn in einem Moment der Stille, und ich
sagte meinem Mann: „Ich hatte es wirklich nicht leicht, mit diesem Konzept
„für das Wohl anderer zu leben“. Weil es sich wie eine Verneinung anfühlte.
Es fühlte sich an, als ob mir ein gewisser Lebensstil verneint würde, weil
ich nur an andere denken durfte. Aber eigentlich ist mir bewusst geworden,
dass „zum Wohl anderer zu leben“ bedeutet, das eigene Leben zu erfüllen. Man
muss zuerst leben, bevor man anderen dienen kann. Wir müssen atmen, bevor
wir die Hand ausstrecken und jemand berühren können. Wir müssen gehen,
essen, glücklich und finanziell unabhängig sein. Wir müssen ein
erfolgreiches Leben leben, bevor wir unser Leben angemessen für andere leben
können.
Ich sagte meinem Mann: „Weißt du, mir wird bewusst, dass viele der ersten
Generation mit diesem Konzept eines Lebens zum Wohl anderer Schwierigkeiten
hatten, weil viele von uns buchstäblich für das Wohl der anderen am sterben
waren. Wir starben für das Wohl unseres Ehepartners. Wir starben für das
Wohl unserer Kinder. Wir, viele von uns, starben für das Wohl unserer
koreanischen Leiter. Unsere Kraft und unsere Begeisterung schwanden dahin.
Wir fragten uns, was für ein Leben das sei. Was für ein Leben ist das: zum
Wohl der anderen zu leben?
Aber wenn ihr wirklich, wahrlich versteht, was Vater versucht hat, uns über
all die Jahre zu lehren und wozu er uns ermutigt hat, dann seht ihr, dass er
versucht hat, uns zu sagen, dass wir zum Wohl anderer leben müssen. Wir
müssen leben, zuerst leben. Und dann könnt ihr euch um andere Mitglieder in
eurer Gemeinschaft kümmern.
Jeder weiß... diejenigen der ersten Generation, die durch emotionale, durch
psychologische Therapie, durch Eheberatung gegangen sind, ihr wisst, dass,
wenn ihr als Mensch leer seid, es sehr wenig gibt, das ihr tun könnt
hinsichtlich des Gebens, nicht wahr? Also wenn ihr zum Wohl anderer sterbt,
gibt es nicht viel, das ihr geben könnt. Aber wenn ihr für das Wohl anderer
lebt und wirklich mit dem heiligen Geist erfüllt seid, wenn ihr wirklich
Freude in den Augen eurer Kinder seht, weil sie die besten Studenten in
ihren Schulen sind, wenn ihr wisst, dass sie die zukünftigen Rhodes
Stipendiaten sein werden, die hervorragendsten Musiker, und wenn ihr wisst,
dass, weil ihr euer Kind in der Elementarschule in einer Filmgruppe
eingeschrieben hattet, ihr einen zukünftigen Steven Spielberg heranwachsen
seht, dann wisst ihr, dass ihr zum Wohl anderer lebt. Gleichzeitig atmet und
träumt ihr wieder.
Ich meine, wenn wir wirklich leben wollen, können wir unsere Träume nicht
vergessen. Und es ist egal, wie alt wir werden. Ich sage meinen Kindern:
„Egal wie alt eure Mama wird, ich werde immer noch ein 80-jähriger
Feuerwerkskörper sein, mit vielen Träumen in den Augen." (Applaus) Ich werde
meine Kinder und Enkel ermutigen, einen großen Traum zu haben, wieder davon
zu träumen, die Welt zu verändern. Für diejenigen von euch, die müde sind:
Ich weiß nicht ob ihr es bemerkt, aber eine ganze Reihe Veränderungen haben
in unserer Bewegung stattgefunden, nicht wahr? All ihr schönen, fähigen,
talentierten amerikanischen Schwestern im Publikum, die von unserem Wahren
Vater gescholten wurden – erinnert ihr euch an die „Amerikanische
Frauen"-Reden? Ich erinnere mich sehr, sehr gut an sie. Jedes mal, wenn ihr
es abgekommen habt, drehten sich meine Brüder zu mir und meinen Schwestern
um und sagten „Ja, ja, es stimmt. Amerikanische Schwestern. Habt ihr das
gehört?" (Lachen) Wir, Ye Jin Onni und Un Jin und ich waren buchstäblich am
Sterben. Wir schrieben einander Botschaften, wie: „Oh, du meine Güte, diese
Person hat es aber wirklich abgekriegt."
Aber seht, Gott arbeitet auf mysteriöse Art und Weise. Etwas, was ich meinem
Vater vor kurzem nicht erzählt habe, ist die Tatsache, dass ich eine
eingebürgerte Staatsangehörige dieses Landes geworden bin. Also, wenn mein
Vater mich bittet, die Präsidentin der Familienföderation für Weltfrieden
und der Vereinigungskirche zu werden, bin ich eine von euch. Ich bin eine
amerikanische Frau. Ich bin eine amerikanische Schwester. (Applaus) Also
fühle ich, dass ich auf dem Berg all der Liebe stehe, die ihr in die Wahren
Eltern und in die Mission investiert habt. Ihr wurdet von Vater geschimpft
und ich fühle, dass dies jetzt eure Gelegenheit ist, eine aktive Rolle in
unserem Glaubensleben zu spielen. Also nicht nur als Schwestern. Viele von
euch sind Mütter mit Kindern bereits in den Zwanzigern und schon auf die 30
zugehend. Also amerikanische Schwestern, was werden wir für dieses
großartige Land Amerika tun? Wenn dieses Land wahrlich ein Land der Träume
ist, ein wahrlich großartiges Land ist, eine unglaubliche Supermacht, welche
die Fähigkeit hat, die Welt zu beeinflussen, sollten wir nicht als Mütter
eine Stimme darin haben, wie wir unsere Kinder großziehen wollen? Oder wie
wir den jungen Menschen dieses Landes helfen wollen, diese Macht angemessen
für den Rest der Welt auszuüben? Ich stelle mir diese Frage jeden Tag.
Ich vergesse nie, dass Amerika das Land des älteren Sohnes ist. Als ich
anfing, im Manhattan Center zu arbeiten, füllte ich in gewisser Weise die
leerstehende Rolle, da mein älterer Bruder in die geistige Welt gegangen
war. Ich fühle, dass alles, was ich jetzt tue, etwas ist, das er als der
älteste Sohn getan hätte. Und wahrlich, als die leidenschaftliche und
unglaublich machtvolle Person, die mein Bruder war, hatte er einen
Charakter, der inspirieren, aber auch beängstigen konnte. Ich fühle oft,
dass mein Bruder missverstanden wurde, weil er so leidenschaftlich war.
Worin war er (so) leidenschaftlich? Er begriff aus erster Hand die
Auswirkungen, die die Medien und die Unterhaltungsindustrie in diesem Land
auf sein Leben hatten, und es war ihm bewusst, dass sie einen enormen
Einfluss auf seine Freunde hatten. Und ihm wurde klar, dass Amerika
buchstäblich unter dem Kult der Berühmtheiten leidet.
Ich sagte den jungen Erwachsenen beim Hoon Dok Hae heute morgen: „Warum
wurde Nelson Mandela der Friedensnobelpreis gegeben? Ja, er hat im Gefängnis
gelitten, aber unser Wahrer Vater war 6-mal im Gefängnis und wurde zweimal
zum Sterben aus dem KZ geworfen. Mein Vater hat Milliarden und Milliarden in
dieses Land investiert. 2 Milliarden allein für die Washington Times.
Außerdem viele Krankenhäuser in der Welt. Aber mehr als das: mein Vater und
meine Mutter haben eine geistige Vision gebracht, um die jungen Amerikaner,
und Amerikaner überhaupt, neu zu inspirieren, Amerikas providentielles
Schicksal zu verstehen, die Verantwortung zu verstehen, die es vor der Welt
hat, weil es so mächtig ist.
Wenn ich über meinen Bruder nachdenke und wie leidenschaftlich er
hinsichtlich der Medien und Unterhaltungsindustrie war, ist Teil dessen, was
ich mit der Familienföderation und der Kirche tun will, nachzudenken, wie
wir uns als Bewegung neu verpacken können. Und ich denke, dass das
Neuverpacken damit startet, dass wir alles auseinandernehmen und in einem
neuen Licht sehen, was wir haben und wer wir sind. Ja, Witnessen ist
wunderbar. Aber ich fühle, dass das beste Witnessen damit beginnt, wenn wir
als Individuen und Paare und als ideale Familien natürliches Witnessen
praktizieren, indem wir unser Leben für das Wohl anderer leben, wirklich
leben und nicht sterben und so unseren Kindern die Gelegenheit geben, das
Leben wirklich als ein Geschenk anzusehen. Es ist ein Geschenk oder eine
Gelegenheit, eure Leidenschaft für etwas zu entdecken, so leidenschaftlich
über etwas zu werden, wie mein Bruder es war, leidenschaftlich zu werden und
der Beste zu sein. Wenn ihr also die besten Schokoladenchipplätzchen macht,
wie Debbie Fields – und ich bin ein häufiger Kunde und sollte es daher
wissen – dann seid der Beste. Und seht gleichzeitig zu, dass es auch
finanziell sinnvoll ist.
Also findet eure Leidenschaft und spezialisiert euch auf etwas, worin ihr
einzigartig seid. Jeder von uns hier im Publikum ist einzigartig talentiert,
ist einzigartig begabt. Unser Leben gibt uns die Gelegenheit, auszudrücken,
wer wir sind. Als Mutter fühle ich, dass meine Aufgabe fast wie die eines
Regisseurs ist. Ich habe einen Film mit Rollen, die besetzt werden müssen.
Ich sehe meinen Sohn Paxton, er ist wirklich ein großartiger Leser und
Schriftsteller. Vielleicht kann er der nächste Shakespeare sein. Und Truxton
hier ist ein phantastischer Koch. Ich gestehe, dass ich wegen dieser beiden
jungen „Munchies" keine schlanke Linie bewahren kann, weil sie ständig
wunderbare Desserts und all diese schönen Sachen backen. Ich kann nie nein
sagen. Ich sagte: „Ihr (zwei) könnt eines Tages am „Iron Chef" (Kochschau)
teilnehmen. Ihr könnt vielleicht gegen Mario Batali (berühmter Chefkoch)
antreten und gewinnen. Das wäre faszinierend."
Oder ermutigt die, die ein Musiktalent haben, nicht nur zu faulenzen, frei
zu improvisieren und Musik als Vorwand benutzen, um mit anderen rumzuhängen.
Bringt euch nicht in Schwierigkeiten, indem ihr anfangt zu trinken und Dinge
hinter dem Rücken eurer Eltern zu tun. Wenn ihr wirklich Musik liebt, seid
ein Virtuose. Wenn ihr wirklich die Gitarre liebt, seid der nächste Jeff
Beck, der nächste Santana, und tut es gleichzeitig für Gott. Und wenn ihr
großartig im Singen seid, ist es egal, über was ihr singen wollt. Findet
eure Stimme und lasst euch ausbilden und seid der Beste in dem, was ihr sein
wollt.
Ihr jungen Leute von heute habt auf Grund des Opfers eurer Eltern eine
unglaubliche Zukunft vor euch. Ihr habt romantische Liebe, die auf euch
wartet. Ihr habt die Möglichkeit, mit jemanden bekannt gemacht zu werden, zu
dem ihr euch angezogen fühlt und euch zu verlieben. Das ist unglaublich,
nicht wahr? Oder mit jemand, mit dem die Chemie stimmt oder mit jemand, mit
dem ihr gerne zusammen seid. Ihr habt diese Gelegenheit, weil eure Eltern
eine wunderbare, wunderbare Grundlage legten und für das Wohl anderer lebten
und hoffentlich nicht für das Wohl anderer starben.
Wenn wir dann unsere jungen Leute ermutigen können, die Besten in ihrer
Klasse zu sein, so dass sie Friedensbotschafter werden, dann werden sie die
Botschafter der Wahren Eltern, sie werden eure Botschafter in ihren Klassen,
in ihren Praktika, auf ihrer Arbeit, in ihren Karrieren, wo immer sie auch
sind. Und dann brauchen wir nicht immer Prominente einzuladen. Wir können
diese zukünftigen prominenten Männer und Frauen Gottes selbst großziehen.
Wir können den nächsten Präsidenten großziehen, wir können die zukünftigen
Martin Luther Kings aufziehen. Wir können die zukünftigen Gandhis aufziehen.
Wir können die zukünftige Mutter Theresa aufziehen. All diese Leute sind
unglaubliche, unglaubliche Beispiele menschlichen Durchhaltevermögens und
der menschlichen Hingabe an etwas Größeres als sie selbst, nämlich an eine
Vision und an einen Traum.
Wenn wir (selbst), die erste Generation, neu inspiriert sein können und uns
bewusst wird, was wir in unseren Händen halten... wir haben kostbare Kinder,
die unglaubliche Repräsentanten der Wahren Eltern vor der Welt werden
können. Und wenn wir sie ermutigen können, hervorragende Leistungen
anzustreben, nicht nur in unserem geistigen Leben, sondern auch äußerlich
hervorragende Leistungen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bevor die
Welt bemerkt: "Die Wahren Eltern sind wirklich großartige Menschen. Sie sind
wirklich sehr Ehrfurcht gebietend. Jetzt laden sie sogar uns alle ein, auch
Wahre Eltern zu werden, es zu probieren, ideale Familien aufzubauen." Dann
kommen die Leute Schritt für Schritt - durch unser natürliches Witnessen -
auf Fragen wie: „Warum sind eure Kinder so unglaublich? Wie ist es, dass sie
ihren Großeltern gegenüber so respektvoll sind?"
Ich habe kürzlich jemand vom STF namens Matthew getroffen, der mir über
einen Spaziergang mit einigen seiner Freunde in der Nähe von „Vaters Pfad“
am Unification Theological Seminary erzählte. Eine Frau näherte sich ihm und
fragte über den Pfad. Matthew brachte sie nicht nur zum Pfad, sondern
kümmerte sich so gut um sie, dass die Frau fragte: "Wie kommt es, dass ihr
so verschieden von anderen Teenagern seid? Welcher Organisation gehört ihr
an? Wo habt ihr so etwas gelernt?"
Und ich sagte meinem Mann: „Das ist die Kraft des natürlichen Witnessens. So
gewinnt man die Menschen und lässt sie erfahren, was so bemerkenswert an
unserer Gemeinschaft ist." Also, dies ist wirklich nicht die Zeit, sich
verloren zu fühlen; nicht die Zeit, sich zu fragen, wo unsere Zukunft liegt.
Denn ihr alle hier, die ihr Teil der Vorsehungsgeschichte seid, seid die
zukünftigen hl. Markuse, die zukünfigen hl. Petruse, die zukünftigen Mütter
Theresas. Was ihr heute tut, wird die Zukunft bestimmen. Wie wir unsere
Kinder heute aufziehen, wird darüber entscheiden, was für eine Welt wir für
unsere Kinder hinterlassen, wenn wir in die geistige Welt gehen.
Ich habe ein Armband für die zweite Generation gemacht und auch für die
erste und für einige der dritten Generation, als eine ständige Erinnerung
daran, dass wir eine Generation des Friedens sind, eine Generation sind, wo
wir Gott atmen und wo wir das Leben feiern und gegen jede Gewalt kämpfen –
Gewalt gegen einen selbst, Gewalt gegen das eigene Zuhause, gegen die eigene
Gemeinschaft, gegen das eigene Land. Bitte fühlt euch frei, auf eurem Weg
nach draußen ein Armband zu nehmen. Ich hoffe, es kann eine Erinnerungsstück
sein. Es hängt wirklich alles von euch ab. Ihr selbst müsst euch fragen:
„Was möchte ich tun?"
Ich sagte meinen Kindern: „Ihr könnt eine globale Petition zusammen mit
einer Gruppe von Freunden starten. Fragt sie: „Möchtet ihr dieses Armband
tragen? Es bedeutet, dass ihr Gott liebt und das Leben feiert, dass ihr euer
Leben für das Wohl anderer lebt, wahre Liebe praktiziert und dass ihr gegen
Gewalt seid. Es ist wie eine Mahnung daran, wohin wir nicht gehen dürfen,
nämlich zu einem neuen 11. September auf amerikanischem Boden. Ich sagte zu
Paxton: „Du bist gerade 11 Jahre alt, aber du selbst könntest diese globale
Petition beginnen und es könnte eine weltweite Petition werden. Oder
vielleicht könntet ihr in der höheren Schule ein Projekt einer Wandbemalung
machen – wie sieht Frieden für einen Siebtklässler aus? Was bedeutet Frieden
für einen Neuntklässler? Oder schreibt einen Aufsatz und sendet ihn eurem
Kongressmann, besucht eure Repräsentanten im Kapitol.“
Es gibt so vieles, was ihr tun könnt. Denkt nie, dass ihr irgendwie durch
euer Alter oder eure Situation begrenzt seid. Was immer ihr auch tut, es
wird euch gehören, und es wird um so bedeutungsvoller sein, wenn ihr etwas
anfangt, das euer Leben, das Leben eurer Freunde und das Leben eurer
Gemeinde ändern wird.
Ich bete wirklich, dass ihr eine wunderbare Woche haben werdet. Ich ermutige
euch, am Leben eurer Kinder teilzuhaben.
Etwas, was ich auch gerne tun würde, ist, die Barrieren niederzureißen, die
ihr gegenüber der Wahren Familie gefühlt haben mögt. Wir sind Menschen wie
ihr, und wir brauchen ab und zu eine Umarmung. Tut es also. Es wäre auch
schön, von euch zu hören, wie ich in New York es noch besser machen kann.
Ich freue mich auf viele viele Jahre von Glück und Leben für das Wohl
anderer, beginnend mit uns selbst. Vielen Dank.
------------------------------------
Übersetzung: Wolf Osterheld
|