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Dr. Rev. Hyung-Jin-Nim’s Predigt
3. November 2007
Ins Deutsche übertragen von Robert Bentele

Yeon-Ah-Nim:
Wenn wir in der Öffentlichkeit sind, hören wir manchmal über das Leid und
die schmerzhafte Vergangenheit der Wahren Kinder. Weil die Wahren Eltern die
Welt retten mussten und weil sie die Kain-Typ Kinder zuerst lieben mussten,
konnten sie sich nicht um die Wahren Kinder kümmern. Und es wird auch
gesagt, dass das all das Leid in der Wahren Familie verursacht hat. Wann
immer mein Mann eine solche Aussage hört, sagt er, dass er sich sehr
niedergeschlagen und traurig fühlt. Er sagt, dass er total dankbar ist, wenn
sich Mitglieder um die Wahre Familie sorgen, aber das ständige Wiederholen
der negativen und schmerzhaften Vergangenheit bei öffentlichen Ereignissen,
so denkt er, hilft schließlich
niemandem. Das verursacht Schmerzen bei den Wahren Kindern, weil es sie
permanent daran erinnert, dass die WE oft nicht für sie da waren. Auch wird
allen Mitgliedern Schuld gegeben. Und schließlich verursacht es auch Leid
bei den WE, weil sie immer daran erinnert werden, dass sie nicht da waren,
dass sie nicht für ihre Kinder da waren.
So denkt mein Mann schließlich, dass niemand an diesen Schuldzuweisungen
gewinnt.
Eines Tages sagte die Wahre Mutter zu meinem Mann: Schatz, es tut mir so
leid, nicht da gewesen z sein, als du heranwuchst. Damals sagte mein Mann
zur WM: Mutter, sag das bitte nicht. Die Tatsache, dass du neben dem WV
ausgehalten hast, ist die größte Tat, und wir, die Wahren Kinder, sind
wirklich dankbar für das, was du für unsere Familie getan hast.
Lasst uns nicht auf negatives und schmerzliches vergangenes Denken
konzentrieren. Oder anstelle jemand zu beschuldigen für dieses und jenes,
konzentrieren wir uns auf unsere hoffnungsvolle und reife Zukunft. Ich
glaube wir haben von der Vergangenheit gelernt, und wir wollen die gleichen
Fehler nicht wiederholen. Wir sind die gesegnete Familie, die die WE
gesegnet hat (um zu leben). Aju.
Gelöbnis
Nicht nur Rev. Moon, sondern auch ihr sollt Wahre Eltern sein. Ihr seid alle
Samen, die nach mir schlagen wie ein großer Baum. Ihr gleicht der Wurzel. So
wie Individuen Glück haben, Familien, Nationen und die Welt in der gleichen
Weise, so haben auch Himmel und Erde ein
himmlisches Glück. Das gute Schicksal von Nationen und der Welt entscheidet
sich gemäß der Richtung und Entwicklung des himmlischen Schicksals, das das
Wohl des Ganzen umfasst und dafür existiert. So wie das himmlische Glück den
WE folgt, wenn sie sich bewegen, so sollt ihr euch ganz mit ihnen vereinen
und Familien werden, die himmlisches Glück bewegen und himmlischen Segen
weiter geben an eure Gemeinde. Ihr sollt um euch herum Familien wie die eure
schaffen. Wir geloben, eine solche zentrale Familie zu sein. Aju.
Predigt von HJN
Ich möchte immer mit etwas Lustigem beginnen. Ich weiß nicht, ob das lustig
ist, aber ich werde es versuchen. Ich hörte eine Geschichte über einen
jungen Mann namens John. Und John war fleißig. Er war nicht er beste
Student. Schließlich fand er seine Arbeitsstelle in einer Firma. Eines Tages
kam er zu seinem Chef und sagte: Mein Herr, es tut mir wirklich Leid, meine
Großmutter ist vor kurzem gestorben und wir haben die Beerdigung morgen und
ich muss daran teilnehmen. Es wäre großartig, wenn ich am Dienstag frei
haben könnte. Und der Chef sagte: Oh, natürlich, John! Bitte nimm dir die
Zeit. Nimm einen Tag frei. Nimm dir einige Tage frei. Überhaupt kein
Problem. Deshalb war John am Dienstag nicht im Büro. Und natürlich kam er am
Mittwoch wieder. Der Chef sah ihn und sagte: John, kann ich mit dir kurz
sprechen?, und sagte: John, bist du ein geistiger Mensch? John sagte: Nicht
wirklich. Ich gehe nicht so oft zur Kirche. Und der Chef sagte: Nun, glaubst
du an die geistige Welt? Und John sagte: Ich denke mal, ja. Der Chef: Das
ist sehr interessant, weil am Dienstag, als du bei der Beerdigung deiner
Großmutter warst, sie vorbei kam und diese Kekse für dich da ließ. Und
übrigens bist du entlassen.
Heute möchte ich mit euch über Gottes Kraft und das Loslassen diskutieren.
In unserem Leben, wenn wir die Reise unseres Lebens unternehmen, wenn wir
uns durch viele Schwierigkeiten in unserem Leben begeben, ist eine der
größten Kräfte, die wir brauchen werden, die Kraft des Loslassens. Und was
bedeutet das? Das kann z.B. sein, wenn ihr eine geliebte Person verliert,
euch damit auseinandersetzt und lernt, loszulassen auf eine gesunde Weise.
Das kann auch bedeuten, negatives Denken oder selbst-anklagendes Denken
loszulassen. Wir werden das noch vertiefen. Lasst uns daran denken, dass das
Loslassen keine Schwäche ist. Loslassen ist eine Kraft. Es ist sehr schwer
zu verwirklichen. Nicht so viele Menschen können gänzlich loslassen. Lasst
es uns betrachten wie eine Art Muskel oder Fertigkeit. Das braucht Übung.
Das will trainiert sein. Wenn ihr bewusst seid (when you are in your mind),
ist es sehr wichtig, dass wir unsere Gedanken registrieren, unseren Geist.
Versteht das innere Arbeiten des Geistes und eurer Gedanken. Das sind die
Sachen, die wir oft lernen müssen loszulassen. Wir müssen lernen, die nicht
hilfreichen Gedanken
loszulassen. Es gibt Gedanken in unserem Geist, die oft ungesund sind. Das
sind nicht eure Gedanken. Das ist nicht was ihr seid. Das ist, was der
Erzengel euch glauben machen will, was ihr seid.
Ihr mögt vielleicht folgendes hören: Oh, warum bist du so langsam im Lernen.
Oder: Wie kommt es, dass du das nicht verstehst, wie die anderen (Kinder)
das tun? Oder ihr mögt Stimmen in euerem Geist hören, die sagen: Weißt du,
es wird dir nie etwas Gutes widerfahren. Du bist nichts Besonderes. Ihr mögt
Sachen hören wie: Du wirst überhaupt nichts erreichen. Solche Sachen mögt
ihr hören. Glaubt ihnen nicht. Es ist sehr wichtig, dass wir die Kraft
haben, sie weg zu stoßen, oder sich sanft von diesen Gedanken weg zu
bewegen. Je mehr wir ein Geben und Nehmen mit ihnen haben, je mehr schlagen
sie Wurzeln in unserem Geist und umso mehr wird sich unser Leben in diese
Richtung bewegen. So ist es wichtig, dass das Loslassen uns vor Flüchen
retten kann und es kann uns sogar ermöglichen, Freiheit zu finden und Leben,
das Leben des Segens, wofür uns die Wahren Eltern die Segnung gegeben haben.
Erinnern wir uns daran, dass die negativen Gedanken nicht wir sind. Das ist,
woran uns der Erzengel glauben machen möchte. Nochmal: glauben wir nicht an
diese Dinge. Wirklich, lasst uns lernen, davon loszulassen und ein
prinzipiengemäßes Bild von uns Selbst zu entwickeln. Was sagt das Prinzip
über dich? Nun, es sagt, dass du eine individuelle Verkörperung der Wahrheit
bist. Es sagt, dass du vollständig einzigartig bist; dass du göttlichen und
kosmischen Wert hast. Es sagt uns, dass du der Einzige bist, der einen
bestimmten Aspekt Gottes polaren Wesenszügen aktivieren kann. Es sagt uns,
dass wir so viel Kraft, Bedeutung und Wert haben. Es teilt uns die Tatsache
mit, dass wir Zentralfiguren sind,
uns dass wir auserwählt sind, den Messias zu begleiten. Und jetzt da wir das
Zeitalter der Wiedergutmachung hinter uns haben, jetzt da wir im Zeitalter
der vollständigen Freiheit und Befreiung sind, jetzt können wir die großen
Wohltaten und Segen ernten, wofür unsere Väter und Großväter so hart
gekämpft und gearbeitet haben.
Erinnert euch daran, wenn euch Gott sieht, sieht er VIPs. Lasst uns nicht in
das Muster verfallen, diese Gedanken, die uns ‚runter ziehen’, in uns zu
bewahren; die Gedanken, die uns selbst verurteilen; die Gedanken, die uns
selbst angreifen. Lernen wir, diese Dinge loszulassen. Das wird ein
wichtiges Training. In der Meditations-Tradition, ist dies bekannt als
analytische Praxis der Meditation. Es gibt eine gewisse Praxis.
Es ist für uns wichtig, siegreich gegen solche Erzengel zu sein. Wir mögen
vergangene Enttäuschungen in uns tragen, die immer noch wirklich an uns
nagen. Vielleicht haben wir einen Erzengel, der an uns gebunden ist und uns
wirklich verurteilt. Er sagt vielleicht: Du bedeutest nichts. Du bist ein
großer Versager. Du hast Mist gebaut. Du hast es damals total vermasselt.
Solche Dinge mögt ihr hören. Es ist sehr wichtig, dass ihr solche Gedanken
nicht in euer Herz eindringen lasst. Lasst sie nicht herein. Lasst sie
einfach vorbei gehen, ok?
Wir müssen also die Kraft aufbringen, uns von dem Würgegriff dieser
vergangenen Fehler, vergangenen Versagen und Enttäuschungen zu befreien.
Vielleicht habt ihr ein großes Examen nicht bestanden und versucht gerade
Mut zu sammeln für das nächste. Lasst davon los und geht vorwärts.
Konzentriert euch nur auf die Vorbereitungen. Vielleicht müssen wir von
unserem Arbeitsplatz loslassen, der immer hart (brutal) ist. Aber lasst uns
dabei daran denken, was Gott für unsere Zukunft vorbereitet. Lasst davon
los. Vielleicht kommen wir in Gedanken wie: Ich war schrecklich. oder: Diese
Person hat mich angegriffen. oder vielleicht: Das war sein Fehler. Es ist
besser, das einfach loszulassen und weiter zu gehen.
Das braucht Kraft. Es ist nicht leicht, das zu tun. Lassen wir nicht die
Vergangenheit die (Flug)-Richtung unserer Zukunft bestimmen. Lasst los vom
Verurteilen eurer selbst wegen irgendwelcher Sachen. Wir müssen den Brauch
beenden, solche (vergangene) Vorfälle in unserem Geist zu wiederholen. Wir
mögen vielleicht etwas haben, das wir bedauern. Wir haben etwas auf die
falsche Art und Weise zu jemandem gesagt, das wirklich verletzend war. Wir
müssen aufhören, das in unserem Geist zu wiederholen. Wir müssen das Band
stoppen. Drückt auf den Stoppknopf. Lasst es nicht immer wieder abspielen
und euch erinnern, wie schrecklich ihr seid. Weil ihr es nicht seid. Es ist
sehr wichtig, dass wir das
aufhören. Wir erkennen das in unseren Herzen; wir verbessern uns und wir
gehen voran. OK?
Es ist also sehr wichtig, dass wir diese Art von Selbst-Ehrlichkeit
praktizieren und dass wir unsere vergangenen Fehler analysieren können. Wir
können davon lernen. Wir brauchen sie nicht wiederholen. Wir können in
größerer Reife jeden Tag vorwärts gehen. In der (middle school) Mittelschule
(einige unserer Geschwister hier sind in der Mittelschule) war ich
vielleicht 11 oder 12 Jahre alt. Stimmt das? Ist das das richtige Alter? Ich
erinnere mich. Es ist zwar peinlich, aber ich werde es erzählen. Ich
erinnere mich, als ich in der Schule war, dass ich Augenkontakt hergestellt
hatte mit einer Mitschülerin. Ich konnte in meinem Inneren hören: Du bist
Satan! Du wirst jetzt fallen! Du bist ein Sünder! Oh, my gosh! Ich habe mich
wirklich selber verurteilt, und was ich herausfand war, dass dies eigentlich
meine Fähigkeit beeinträchtigt hat, in einfacher Weise mit Frauen zu
sprechen. Natürlich gibt es hier immer eine gewisse Grenzlinie. Aber als ich
anfing, meine Mitschülerinnen als meine Schwestern zu sehen (ich hatte immer
eine gute Beziehung zu meinen Schwestern), hörte ich auf sie so sehr zu
dämonisieren. Ich fing an zu lernen, sie als einfache Menschen zu sehen, mit
denen ich spreche; wie mit meiner Schwester. Ich spreche mit meiner
Schwester. Ich musste diesen selbst verurteilenden Geist loslassen.
Das passierte, als ich entweder 12 oder 13 war. Ungefähr in diesem Alter.
Aber ich musste lernen, mir zu vertrauen und mich zu respektieren. Ich
musste lernen, dass ich mehr als viel Kraft hatte, um zu siegen. Ich hatte
viel Stärke und viel Kraft, die Gott mir gegeben hat, um für die Segnung
rein zu bleiben. Ich wusste, dass ich es tun konnte und ich tat es. Es ist
also sehr wichtig, dass wir diese Art von Vertrauen und Glauben an uns
selbst haben.
Ich erinnere mich, dass ich zu der Zeit nicht einmal einfach eine
Mitschülerin anschauen konnte, ohne diesen verurteilenden Geist zu haben.
Aber ich erkannte, dass das mich abgehalten hat, meine weiblichen Mitschüler
einfach zu sehen und sie zu respektieren.
Wisst ihr, es ist auch sehr wichtig in unserem Leben, über gewisse Dinge
hinweg zu kommen; vielleicht über Zorn; es mag vielleicht ein Ressentiment
gegenüber jemandem geben oder eine gewisse andere Erfahrung. Aber es ist
wichtig für uns, wenn wir ein Leben des Segens führen wollen, dass wir
lernen, vom Zorn loszulassen. Zorn ist so etwas wie ein Feuer. Wenn es ein
anderes Feuer berührt, wird es größer. Und es hilft uns überhaupt nicht, am
Zorn (Ärger) festzuhalten. Es erschöpft uns am Ende nur.
Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, das sagt: Derjenige, der am Zorn
festhält, wird der einzige sein mit verbrannten Händen.
Wenn wir also am Ärger (Wut oder Zorn) festhalten, wenn wir nicht lernen,
uns von seiner Macht über uns zu befreien, dann werden wir die sein, die
sich in unserem leben verbrennen. OK? Es ist also wichtig, dass wir uns von
diesem Griff befreien – vom Würgegriff des Zornes. Es mag eine gewisse
Erfahrung gewesen sein; es mag eine Person gewesen sein, über die wir uns
irgendwie geärgert haben. Es ist wichtig, dass wir uns nicht über eine
Rückzahlung oder über Rache Gedanken machen. Oh, dieser Typ! Er hat wirklich
etwas wirklich Schlechtes über mich gesagt. So wünsche ich, dass Unheil und
Flüche über ihn kommen mögen. In Solches wollen wir nicht geraten. So wie
Lukas sagte: Die verurteilen,
werden selbst verurteilt werden. Wenn wir der Angewohnheit verfallen,
diejenigen zu verfluchen, die uns ärgern und irritieren oder uns nicht
glücklich machen oder uns aufregen – wenn wir der Angewohnheit verfallen,
sie zu verfluchen, werden wir nur mehr Flüche erhalten in unserem Leben.
Es ist also sehr wichtig, sich anzugewöhnen, davon loszulassen. Zurückkehren
zur Gegenwart. Zurückkehren zu einem reinen Herzen, zu einem reinen Geist.
Ihr könnt sogar eine Meditation praktizieren. Wenn ich verärgert bin, fühle
ich mich oft danach, das zu tun. Dann begebe ich mich in eine
Grund-Meditation. Ich setze mich einfach hin und kehre zurück zu meinem
Atem. Wenn ich im Freien bin, dann mache ich Bewegungen, die mir helfen,
mich auf Geist, Körper und Atmung zu konzentrieren und den Zorn einfach
loszuwerden. Ich kehre einfach zur Gegenwart des Augenblicks, zum Atem,
zurück.
Als ich einmal eine betonierte Straße hinunter ging und eine wirklich
negative Erfahrung hatte – ich erinnere mich da eine sehr frustrierende
Erfahrung – als ich also die Straße hinunter ging, konnte ich mich davon
geistig nicht befreien. Es wollte einfach nicht weichen. Es gärte weiterhin
in meinem Geiste. Eine der Praktiken ist dann einfach, daran zu denken, was
man gerade macht. Wenn du am Gehen bist, einfach zu bemerken, dass du gerade
gehst. Du denkst einfach an deine Füße auf dem Beton, etc, um solche Sachen
loszuwerden.
Wisst ihr, wenn wir die Geschichte von Joseph betrachten; er wurde in die
Sklaverei verkauft. Denkt darüber nach. Wenn eure Familienmitglieder sich
zusammentäten und euch in die Sklaverei verkauften, das wäre nicht angenehm.
Nicht nur das. Er diente 13 Jahre lang im Gefängnis für etwas, was er nicht
einmal getan hat. Und trotzdem blieb er positiv in seinem Leben. Schließlich
wurde er die zweitmächtigste Person unter dem Pharao. Und ihr könnt euch
vorstellen – ihr kennt alle die Geschichte – als seine Brüder kamen (denkt
an die Hungersnot), die alle an Hunger litten, die ganze Nation litt an
Hunger, war er jetzt die verantwortliche Person für die Verteilung der
Nahrungsmittel. Sie erschienen vor ihm und er sagte: Hey, ich bin Joseph!
Ich bin derjenige, den ihr in die Sklaverei verkauft habt. Erinnert ihr
euch? Jetzt denkt daran, wie zornig er in diesem Augenblick hätte sein
können. Wie sehr hätte er sich nach Rache sehnen können. Eigentlich hätte er
die Macht und Autorität besessen, sie an Ort und Stelle hinzurichten, wenn
er gewollt hätte. Aber anstatt dessen entschied sich Joseph, das einfach
loszulassen. Sogar wegen der 13 jährigen Gefängniserfahrung behielt er eine
positive Haltung. Er behielt die Haltung, dass Gott ihn für etwas
vorbereitete….
Wenn wir diese Geschichte betrachten, können wir erkennen, dass durch sein
Vergeben seine Brüder und seine Familie wirklich erlöst wurden.
Wenn wir das Prinzip betrachten und uns die Geschichte von Jacob und Esau
anschauen, wissen wir, dass Gott gewirkt hat und sich von Abrahams zu Isaaks
Familie bewegt hat. Isaak stellte das Glaubensfundament wieder her; wie ihr
euch erinnern könnt. Und, wie ihr euch erinnert, stahl Jacob von Esau das
Erstgeburtsrecht. Nicht nur das. Er stahl auch seinen Segen. Wir wissen aus
der Prinzipien-Perspektive, dass 3 Dinge wiederhergestellt wurden. Jacobs
Segen war der erste Segen, der wiederhergestellt wurde– fruchtbar zu sein.
Und, denkt daran, als er siegreich war unter Laban und die Familie und
Reichtum erbte, war dies der zweite Segen – sich zu mehren – der
wiederhergestellt wurde. Dann besiegte er den Engel und erhielt den Namen
Israel und der 3. Segen wurde wiederhergestellt – die Herrschaft über die
Schöpfung.
Jetzt kehrte Jakob nach Kanaan zu seinem Bruder zurück. Jetzt denkt darüber
nach, wie zornig sein Bruder gewesen sein muss. Jetzt denkt an diese Zeiten.
Diese (guys) Kerle waren draußen in der Wüste. Sie waren rau und hart. Sie
waren keine Softies, wisst ihr. Sie waren wirklich rau. So könnt ihr euch
Esau vorstellen. Er hat seinen Pelz; seine Haare überall. Er war ein
Riesen-Kerl. Er war ein Jäger, wisst ihr. Und da war Jacob mit all seinen
Geschenken. Aber wie viel Angst muss er gehabt haben. Wie viel Zorn muss
auch Esau gefühlt haben. Er könnte gedacht haben: Ich werde diesen Kerl
umbringen. Dieser Kerl hat mich betrogen. Er hat mich getäuscht. Er hat
gestohlen, was mein war. Aber wir kennen
die Geschichte. Esau umarmte ihn. Er vergab ihm. Er ließ davon los. Deshalb
war er fähig, beim substantiellen Fundament erfolgreich zu sein. Und wir
erkennen, dass zum ersten Mal auf der Familienebene die Vorbereitung, das
Fundament für den Messias erfüllt wurde.
(Es ist wichtig in unserem Leben) Vielleicht haben wir gewisse sture
Fixierungen, vielleicht gewisse Neigungen in unserem Leben. Es ist wichtig,
dass wir lernen, manchmal neu zu beurteilen, ob das der richtige Weg ist,
den wir gehen.
Ich kenne eine Person, die schließlich ein Arzt wurde. Sein Leben lang
wollte seine Mutter, dass er Arzt wird. Schon im Babyalter rief sie ihn: Oh,
mein kleiner Doktor, komm ins Zimmer. Oh, mein kleiner Doktor, hast du schon
gefrühstückt? Sie hat ihn einfach Doktor genannt;
Doktor die ganze Zeit. Schließlich wurde er Arzt, aber er war ein wenig
unzufrieden mit seiner Wahl. Drücken wir es so aus: Er wollte schnell in
Rente gehen. OK? Wenn wir uns selbst immer als Doktor sahen, vielleicht wir
oder unsere Eltern sahen uns immer so und sagten uns immer: Oh, du wirst ein
Arzt werden, Arzt, Arzt, Arzt. Vielleicht versuchen wir es, und
vielleichtfunktioniert es auch oder vielleicht auch nicht. Es ist wirklich
wichtig, dass wir beginnen uns zu fragen: Ist das wirklich meine göttliche
Berufung? Klammere ich mich zu sehr an diese Neigung? Klammere ich mich an
diese Fixierung? Ist das eigentlich der Platz, wo Gott mich haben will?
Vielleicht möchte Gott, dass ich etwas anderes tue, was Einfluss auf meine
Gesellschaft haben wird.
Es ist also wichtig in unserem Leben, wenn wir dazu kommen, neu zu
beurteilen, ob unser Gewissen uns bestätigt oder nicht. Das ist wichtig. Und
am Ende, denkt daran, sogar Vater sagt das, ist es nicht Gott, der uns
richtet, sondern wir sind es, die uns richten. Sogar unsere Eltern richten
uns nicht. Wir sind es schließlich, die uns selbst richten. Es ist also sehr
wichtig, dass wir das Leben führen, wozu uns Gott gerufen hat; (in welche
Richtung er uns gerufen hat.) Wenn wir in diese (eine gewisse) Richtung
gerufen wurden, müssen wir wirklich mit unserem Gewissen daran arbeiten, mit
unserem inneren Kompass, unserer Intuition, um genau herauszufinden, wofür
uns Gott gerufen hat zu tun.
Lasst uns auch lernen, Angst loszulassen oder exzessive Sorgen. Denkt daran,
es gibt einen Ausspruch, der sagt: Das exzessive sich Sorgen machen ist wie
das Sitzen in einem Schaukelstuhl. Du bist zwar beschäftigt, aber er
bringtdich nirgendwo hin. Genau das ist das sich exzessive Sorgen machen. Es
ist sehr wichtig, zu lernen, uns keine exzessiven Sorgen über unser Leben zu
machen. Sogar besonders für Eltern, sich nicht exzessive Sorgen zu machen
über die Kinder. Es ist sehr wichtig in unserem Leben als Eltern, dass wir
darauf vertrauen, gute Kinder zu erziehen. Wir wissen, das wir unser Bestes
tun, und wir sagen ihnen häufig, dass sie ein Segen sind; dass sie ein
großartiges Leben haben werden; dass sie in Überfluss und Wohlstand leben
werden; dass sie gesegnet sein werden in ihrem Leben.
Und lasst uns den Glauben haben, dass sie Hindernisse alleine überwinden
können. Es ist sehr wichtig für uns als Eltern, unsren Kindern zu erlauben,
Hindernisse selber zu überwinden. Sie haben den Mut und das Talent, es zu
tun. Aber oft mischen wir uns ein und tun es für sie. Vielleicht haben sie
ihre Hausaufgaben nicht gemacht und wir machen sie für sie. Vielleicht haben
sie ihren Koffer nicht gepackt und wir tun es für sie. Vielleicht müssen sie
ein Projekt erfüllen: den ‚unheimlichen Hut’ (the weird hat), den wir ein
paar Tage zuvor hatten; und wir tun es für sie. (?)
In Ordnung? Wir müssen sie alleine durch die Hindernisse gehen lassen. Der
Grund dafür ist, dass dies eine Fertigkeit wird, die sie sich aneignen für
ihr Leben. Sie lernen, Dinge alleine zu tun. Sie lernen, Dinge zu tun, ohne
Hilfe, ohne dass andere es für sie tun. Sie werden
mehr vertrauenswürdig und verantwortlich in ihrem Handeln. Sie organisieren
sich ihre eigenen Tagesabläufe. Es ist sehr wichtig, wenn wir erziehen,
loszulassen von diesen exzessiven Sorgen und ihnen zu erlauben, den Glauben
zu haben, dass sie Hindernisse selber bewältigen können. Natürlich wollt ihr
mit kleinen Hindernissen beginnen. Wenn wir in einer wirklich
besorgniserregenden Situation stecken, dann wollen wir sie nicht einfach
fallen lassen und sagen: OK, jetzt liegt es an euch. Das wollen wir nicht.
Wir wollen mitleiden und schauen, wo sie sind. Aber wenn wir uns in dem
Prozess (Situation) befinden, gerade ein Kind bekommen zu haben, dann ist es
wichtig für uns, im Verlauf der Erziehung des Kindes, darüber nachzudenken.
Und wir arbeiten mit ihnen und erlauben ihnen, Hindernisse selbst zu
überwinden und erfolgreich zu werden in kleinen Dingen (ways).
Lasst uns auch lernen, wie man Negativität loslässt.
Lasst uns anstatt dessen die Hoffnung Gottes wählen. Wisst ihr, lassen wir
negative Rhetorik los – meine Frau hat heute darüber gesprochen – solche
negative Sprechweise oder ähnliche Dinge in unserem Leben, sogar Sarkasmus,
halten uns zurück; sie halten uns ab von Gottes Segen. Wenn wir in ständiger
Negativität oder in ständigem Sarkasmus leben, können wir nicht gesegnet
werden. Es ist so wichtig, dass wir lernen, die Kraft zu haben loszulassen;
zu wählen, sich nicht in der Negativität zu verwickeln, sondern anstatt
dessen, sich auf realistischen Optimismus zu konzentrieren.
Denkt daran, wenn wir negative Umgebungen schaffen, können Kinder darin
nicht erfolgreich sein. Wenn wir negative Umgebungen schaffen, wird es
schwieriger für Leute, aus diesen Umgebungen herauszukommen, um mit anderen
Leuten gut zusammen zu arbeiten; aufgeschlossen zu sein und sich selbst
nicht so schwer zu verurteilen. OK? Es ist also sehr wichtig zu lernen, wie
wir von dieser Negativität loslassen und wählen mit
Realismus und Optimismus in die Zukunft zu schauen. Es ist wichtig,
einfühlende Freude im Leben zu praktizieren. Das ist wichtig, weil es ein
Teil des Lernprozesses ist, loszulassen. Wenn wir glücklich sind, wenn
andere Leute Erfolg haben, wenn wir glücklich über sie sind, lernen wir von
unserem übermäßigen Wettbewerbsgeist loszulassen.
Wir lernen, anstatt mit anderen im Wettstreit zu stehen, mit ihnen zusammen
zu erfüllen. Wenn ihr also mit jemandem arbeitet, seht ihn nicht als
Konkurrenten oder als jemanden, mit dem ihr im Wettstreit sein müsst,
sondern betrachtet ihn als jemanden, mit dem ihr zusammen die Mission
erfüllen müsst, die Aufgabe, das Projekt, die Hausaufgabe oder was auch
immer. Seht ihn als einen ‚win-win-Partner’, nicht in einer ‚ich gewinne –du
verlierst’ Situation.
Es ist sehr wichtig, weil die Welt so ist, wie man sie sieht. Wenn du eine
negative Sichtweise hast, wird alles negativer sein, als es ist. Jede
Frustration wird zu einem bedrohlichen Verhängnis. Es ist sehr wichtig, wo
unser Geist ist. Wenn unser Geist immer da (präsent) ist,
wird unser Leben folgen. Denkt daran, wo unser Denken (Geist) hingeht, dahin
gehen unsere Worte, dahin gehen unsere Handlungen, dahin gehen unsere
Angewohnheiten, dahin geht unser Charakter und dahin geht unser Leben.
Was können wir also heute lernen? Wir können lernen, dass das Loslassen eine
Kraft ist; es ist keine Schwäche. Loslassen ist eine Kraft. Es befreit uns
und den anderen zu wachsen und sich zu verbessern. OK? Wir können auch
Kontrolle und Subjektivität in unserem Leben
wiedergewinnen. Denkt daran, Geschwister, ihr seid das Subjekt in euerem
Leben. Es ist nicht der Erzengel, der euch angreifen will. Es ist nicht die
selbst-verdammende Stimme. Lasst das nicht das Subjekt werden. Ihr seid das
Subjekt. Ihr habt Kontrolle über euren Geist. Versichert euch also, dass ihr
ihn stark haltet. Bewahrt ihn hoffnungsvoll für Gottes Zukunft. Dann bin ich
sicher und ich vertraue darauf, dass ihr mehr Segen erhalten werdet als ihr
euch sogar vorstellen könnt.
Lasst uns frei leben vom Selbst-Verdammen, von Zorn, Ressentiment, Angst,
übertriebenen Sorgen, sturen Neigungen und Negativität. Solche Sachen
loszulassen ist wirklich, wirklich wichtig, um ein gesegnetes Leben zu
führen. Wenn ihr erfolgreich werden wollt bei allem was ihr tut, ist es sehr
wichtig, dass ihr an diesen Dingen arbeitet und sie loslässt. Lasst sie
vorüber gehen. Sogar wenn sie wiederkommen, lasst sie gehen. Lasst uns also
Gottes neue Hoffnung für uns wählen.
Brüder und Schwestern, ich sage das gerne die ganze Zeit: Wir sind nicht
mehr im Zeitalter der Wiedergutmachung. Wir sind nicht im Zeitalter des
Opfers. Wir sind jetzt im Zeitalter der Befreiung und Erlösung. Die 6000
Jahre von Gottes (Groll) Ressentiment und Schmerz sind
vergangen. Die Wahren Eltern haben diese Grundlage geschaffen. Sie haben den
Sieg. Deshalb feiern wir sie mit Preis und Lob. Deshalb können wir in diesem
Zeitalter mit ihnen feiern. Wir können einander preisen. Wir können einander
Segen wünschen. Wir können euch (uns) wünschen, glücklich zu sein. Wir
können ihm oder ihr wünschen, glücklich zu sein. Wir können wünschen, dass
ihre Ehe gut funktioniert. Und wenn wir das sehen, können wir davon
begeistert sein. Es ist sehr wichtig in diesem Zeitalter, da wir im Lande
Kanaan leben, dass wir fähig sind, ein sehr erfolgreiches Land aufzubauen;
ein Land, das viele Segen hat, nicht nur äußerlich, sondern innerlich. OK?
Wenn ihr in eurem Geiste die Worte
hört: du bist ein Versager, dann lasst uns also daran denken, Geschwister,
ihr seid keine Versager. Ihr seid Sieger! Wann immer ihr das Wort Versager
hört, sagt ihr: Nein! Ich bin ein Sieger! Ich bewältige alles. Wenn ihr
sagt: Ich werde aufgeben. Ich fühle mich danach aufzugeben. Glaubt nicht
daran. Wir geben nicht auf. Wir STEHEN auf für Gott, und denkt daran, wir
werden nicht sieglos sein. Wir werden in unserem Leben siegreich sein. Es
ist sehr wichtig, dass wir dieses Selbstvertrauen haben. Denkt daran, dass
ihr die Fertigkeiten habt. Ihr habt das Zeug dazu, siegreich zu werden, in
allem, wozu euch Gott gerufen hat. OK, Geschwister?
Was ich also immer den Geschwistern sage, woran ich euch jede Woche zu
erinnern versuche, ist, daran zu denken, dass Gott euch als VIPs sieht, wenn
er euch betrachtet. Lasst uns das in unsere Herzen eingehen. Wir sind keine
Versager. Wir machen die Wahren Eltern nicht unglücklich. Wir bereiten
anderen Menschen kein schwereres Herz. Ihr seid ein Segen für die Menschen.
Denkt, dass ihr eine einzigartige Person seid, die das Herz Gottes auf eine
bestimmte Weise stimuliert. Lasst uns daran denken, dass wir VIPs sind.
Denken wir daran dass das Wort VIP steht für: Sieg (victory), Erleuchtung (illumination),
und Frieden (peace). Lasst uns bis zur nächsten Woche ein bisschen mehr an
Sieg haben, ein bisschen mehr an Erleuchtung und ein bisschen mehr an
Frieden. Geschwister, könnt ihr heute diese Worte akzeptieren? Danke schön.
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