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Gewinne Deine Subjektivität zurück
26. Januar 2008
Hauptkirche, Seoul, Korea
Deutsche Übersetzung:
Robert
Bentele

Yeon Ah Nims Botschaft:
Vor ungefähr einer Woche erhielten wir einen Brief von einem japanischen
Bruder. In dem Brief ging es um seine Entscheidung, wieder nach Japan
zurückzukehren. Ursprünglich plante er, sich vier bis fünf Jahre in Korea
aufzuhalten, um Koreanisch zu lernen, während seine Familie in Japan blieb.
Er teilte uns nun mit, dass er, nachdem er unsere Gottesdienste regelmäßig
besucht hatte, erkannt hat, dass das wichtigste für ihn war, sich um seine
Familie zu kümmern. Und wir waren glücklich über seine Entscheidung.
Er sagte, Forscher hätten herausgefunden, dass ein Kind, das nicht genügend
angemessene Aufmerksamkeit in den ersten 6 Lebensjahren von seinen Eltern
erhält, versuchen wird, sich diese Aufmerksamkeit (später) zu holen. Es hat
einen Mangel in diesem frühen Stadium seines Lebens. Es wird dann alles
unternehmen, um Aufmerksamkeit zu erlangen, sogar wenn es in die negative
Richtung geht (sogar auf negative Weise).
Es gibt eine weitere interessante Sache, an die ich immer denke, wenn ich
etwas frustriert über meine Kinder bin. Und das passiert manchmal, ehrlich
gesagt, eher häufig. Ich denke dann immer daran, dass das jetzt die Zeit
ist, mit meinen Kindern eine gute Beziehung aufzubauen. Jemand erklärte mir
einmal, dass es nach dem 12. Lebensjahr sehr schwer ist, die Beziehung mit
den eigenen Kindern wieder aufzubauen. Aber was ist, wenn meine Kinder schon
Teenager sind, oder wenn sie schon erwachsen und schon gesegnet sind?
Nun, man kann immer noch regelmäßig Briefe oder Emails schreiben, die
hervorheben, warum sie ein Segen für unser Leben sind und wie man selbst ein
größerer Segen sein will und sich entwickeln will, ein größerer Segen für
andere zu sein.
Ich glaube, dass es für Elternschaft keine allgemeine Formel gibt. Also
Geschwister, bitte liebt eure Kinder. Verwöhnt sie nicht, aber liebt sie
sehr und teilt ihnen mit, wie wertvoll sie in euren und in Gottes Augen
sind. Ihr seid die Einzigen in diesem gesamten Universum, die eure Kinder
über die Liebe Gottes lehren können. Denkt immer daran, Geschwister, dass
der Himmlische Vater unsere Kinder liebt. Wir lieben euch so sehr und wir
glauben an euch….Aju!!!
Interessante Geschichte (Hyung Jin Nim):
Ich hörte zufällig eine interessante Geschichte über einen jungen Mann.
Seine Mutter kam an einem Sonntag Morgen zu ihm, schüttelte ihn und sagte:
„Beeil dich, Tony, es ist Zeit, in Kirche zu gehen! Beeil’ dich und steh
auf." Und er sagte: „Mama, ich werde nicht in die Kirche gehen." Sie
versuchte ihn zu überzeugen und versuchte ihn, aus dem Bett herauszukriegen.
Aber er blieb stur und verschwand unter seiner Decke. Und sie sagte dann:
„Tony, bitte steh auf. Wir müssen in die Kirche gehen."
Also stand Tony auf und sagte: „Mama, ich nenne dir jetzt zwei Gründe, warum
ich nicht in die Kirche gehen werde. Nummer 1: Niemand mag mich. Nummer 2:
Ich mag sie nicht." Und Mama sagte dann: „Nun, jetzt nenne ich dir zwei
Gründe, warum du doch in die Kirche gehen wirst. Nummer 1: Du bist 53 Jahre
alt. Und Nummer 2: Du bist der Pastor!"
Predigt: (Hyung Jin Nim):
Heute möchte ich über das Wiedererlangen der Subjektivität in unserem Leben
sprechen. Wenn wir die Prinzipien betrachten, stellen wir fest, dass sie ein
wunderbares System der gesamten Idee des Gebens und Empfangens sind oder
dass wir orientiert sind auf das Subjekt und dass wir ein Objekt haben. Wir
kennen in den Prinzipien natürlich die Aussage über den Zweck der Drei
Objekte, dass, abhängig davon, wer das Subjekt ist, es zu gewissen Zeiten
verschiedene Objekte gibt.
Wenn wir das gesegnete Leben führen werden, womit uns die Wahren Eltern
gesegnet haben, dann ist es so wichtig zu verstehen, dass wir kontinuierlich
unsere Subjektivität oder unsere Subjektposition im Leben wiedererlangen und
wieder beanspruchen müssen. Aus der Perspektive der Prinzipien ist es klar,
dass das Subjekt zuerst geben muss. Es ist nicht so, dass das Subjekt darauf
warten kann, vom Objekt etwas zu erhalten. Das Subjekt muss zuerst geben.
Also Ehemänner, was habt ihr zu tun, wenn ihr euch wünscht, von eurer
Ehefrau Liebe zu erhalten? Ihr müsst zuerst geben. Ehefrauen, wenn ihr von
eurem Ehemann Liebe erhalten wollt und das Subjekt sein wollt, dann müsst
ihr im Voraus zuerst Liebe geben. Ok?
In unserem Leben ist es sehr wichtig, diese Subjekt-Position unseres Geistes
oder unseres geistigen Lebens wiederzuerlangen, um frei in diesem Geiste zu
leben. Es ist so leicht, in Versuchungen zu fallen, aber es ist sehr schwer,
mit der Schuld und den Gewissensbissen, die aus solchen (schlechten)
Handlungen entstehen, zu leben. Es ist sehr schwer, so zu leben. Sehen wir
es so: Unser Geist ist fast wie unsere innere Umwelt. Vater umschreibt das
mit „Sok saram und Kut saram" Das bedeutet so etwas wie das ‚innere Selbst'
und das ‚äußere Selbst', die ‚innere Person' und die ‚äußere Person'. Die
‚äußere Person' ist natürlich die Person, die jeder sieht, aber wir müssen
uns mit dieser ‚inneren Person' beschäftigen.
Es ist fast so, als ob es eine gewisse Umwelt in unserem Geist gäbe. Und
dann ziehen wir zunächst ein kleines Kind in dieser Umgebung auf. Und so wie
alle Eltern wünschen, ihr Kind mit Gutem zu umgeben, mit gesunder Nahrung,
positiven Worten und Ermutigung, so ist es in gleicher Weise sehr wichtig,
in unserem geistigen Leben oder in unserer inneren Umwelt, dieses 'innere
Selbst' zu beschützen, es mit guter Nahrung und Ermutigung zu stärken. Es
ist wichtig zu wissen, dass wir es mit dem Richtigen füttern müssen, damit
es heranwachsen und so reifen kann, wie Gott es sich wünscht.
Wenn wir in der gleiche Weise unseren Geist mit negativen Gedanken über uns
selbst füllen, wie z.B. mit Worten wie: „Oh, ich bin nie gut darin. Ich bin
nicht qualifiziert dafür. Ich bin nicht wirklich sehr talentiert. Nichts
schaffe ich richtig. Nie passiert mir etwas wirklich Gutes…." dann füttern
wir dieses Kind, dieses innere Selbst, mit dieser Art von negativen
Elementen. Und so wie ein Kind krank werden kann, kann es uns auch
passieren, dass wir mehr und mehr nachlassen, anstatt uns zu steigern. Und
das wollen wir ja nicht.
Was tun Eltern? Eines der ersten Dinge, was Eltern schnell lernen müssen,
ist das Wechseln von Windeln. Alle Eltern haben das getan. Wir haben 5
Kinder und wir wechseln viele Windeln, oder wir haben es getan – sie sind
jetzt größer. Keines von ihnen trägt mehr Windeln; glaubt mir, sie sind
jetzt groß. Das Gleiche gilt für unseren Geist. Manchmal können wir uns
erlauben, Gedanken in uns aufkommen zu lassen, die das Kind (das innere
Selbst) verletzen. Wir lassen Dinge zu, die nicht gut für es sind, die es
beschmutzen.
Vielleicht hat jemand negative Worte über unser Leben ausgesprochen. Man hat
uns vielleicht gesagt, dass wir versagen werden und dass wir keine Chance
hätten, Erfolg zu haben. Und wenn wir das an uns heranlassen, wird es die
Umwelt unseres Lebens vergiften. In der gleichen Weise wird es anfangen,
unser inneres Selbst, worüber der Wahre Vater spricht, negativ zu
beeinflussen. Wenn wir in einer solchen Situation stecken, können wir auch
kein Baby sauber machen. Wir können keine schmutzige Windel wechseln und ihm
wieder eine schmutzige anziehen. Auf diese Weise können wir nicht die
Reinheit unseres inneren Selbst gewährleisten.
Vielleicht hat jemand etwas sehr Negatives zu uns gesagt. Wir müssen das aus
unserer Umgebung herausnehmen. Wir müssen lernen, das objektiv zu
betrachten, und es aus unserer Umgebung herauszureißen, um dann
weiterzumachen, diese Umgebung zu nähren, so dass dieses Kind, das innere
Selbst, heranwachsen kann.
Es gibt eine sehr einfache Übung. Das ist die Übung der Objektivierung. Das
ist eine sehr einfache geistige Übung, die ihr alle im Leben anwenden könnt,
sogar jetzt und heute. Bei der ganzen Sache geht es darum, dass wir unsere
Subjektivität (Herrschaft) über unser geistiges Leben und unsere geistige
Umgebung wiedergewinnen müssen. Und wir müssen die Übung der Objektivierung
erlernen. Dabei geht es darum, die negativen Elemente aus unserer geistigen
Umgebung zu entfernen.
Wann immer wir Sätze sagen wie: „Mir passiert nichts Gutes. Ich bin dumm.
Ich bin nicht attraktiv; niemand mag mich; ich schaffe es nicht; ich versage
immer." … dann müssen wir sie sofort registrieren, sie objektivieren, sie
von uns trennen und sie aus unserer geistigen Umwelt löschen.
Unsere Bestimmung ist nicht, eine Person zu sein, die sich selbst immer
kritisiert, die anderen Leuten sagt, dass sie nichts zustande kriegen, oder
die sich selbst sagt, dass sie nichts richtig macht und dass sie keine
Talente oder Fähigkeiten hat. Das ist nicht unsere Bestimmung. Das ist
nicht, was Gott von uns will. Anstelle dessen sind wir zu Seinem Bilde
geschaffen. Wir sollten kreativ sein. Wir sind voller Weisheit und Kraft.
Wir sind voller Fähigkeiten, Hindernisse zu überwinden und konzentriert zu
bleiben.
Wir haben all diese wunderbaren Segnungen in unserem Leben. Es ist so
wichtig, dass wir fähig sind, all diese Dinge zu kultivieren und uns frei
von all den Dingen unserer Umgebung zu machen, die uns vielleicht verletzen.
Betrachten wir einmal die Geschichte Jesu in Matthäus 4:1-11. Dort lesen wir
die ganze Geschichte der Versuchungen Christi. Satan will Jesus verführen.
Denkt an die 3. Versuchung, als Jesus von Satan auf den höchsten Berg
gebracht wurde und Satan dann sagte: „Ich werde dir alle Königreiche dieser
Welt geben, wenn du dich vor mir verneigst und mich anbetest." Wir können
erkennen, dass Christus dieser Versuchung widerstand. Er war fähig, seine
Gott gegebene Bestimmung zu beschützen.
Wenn WIR Versuchungen erfahren in unserem Leben, ist es gleichermaßen
wichtig, sie zu überwinden und uns weiter zu entwickeln zu der besten
Person, die wir nur werden können. Es ist auch interessant zu wissen, dass
es im Buddhismus, in der Bada Na Sutta Nipata – das ist die Kurzversion der
alten Telibana-Tradition – Berichte gibt, dass Buddha auch Versuchungen im
seinem Leben ausgesetzt war. Viele Leute erkennen, wenn sie den Buddhismus
studieren – und ich habe den Buddhismus ziemlich studiert – dass der
Buddhismus eine sehr friedliche ‚Kunst' ist. Er ist sehr friedliebend etc.
Aber wenn ihr euch diese konkreten Sätze hier anschaut, dann seht ihr, dass
Buddha eine sehr starke Position einnahm gegen Versuchungen. Im Buddhismus
heißt Satan ‚Mara'. Er ist die gleiche Figur. Aber er ist als Mara bekannt.
Aber Buddha drückt folgendes aus: „Nur die Tapferen werden den Versuchungen
Maras widerstehen." Sehr starke Worte. „Besser, ich sterbe jetzt in der
Schlacht, als mit der Niederlage zu leben. Denn ich habe auch Glaube, Kraft
und Weisheit." Es ist auch interessant zu wissen, dass beide, Jesus und
Buddha, auch in unserer Vereinigungs-Tradition Heilige sind. Und beide
mussten eine sehr starke Haltung einnehmen gegen Dinge, die in ihre geistige
Umwelt und in ihre Herzen eindrangen. Sie mussten wirklich eine starke
Position einnehmen wie: „Besser ich sterbe jetzt in der Schlacht."
Und wenn WIR angegriffen werden von Versuchungen, von Dingen, die um uns
herum sind oder sogar in uns sind; wenn wir versucht werden, zu denken, dass
wir unfähig sind; oder dass wir keinen Wert haben; wenn wir von solchen
Dingen versucht werden; oder auch zu glauben, dass wir kein Recht haben,
glücklich zu sein oder die gesegneten Menschen zu sein, wie die Wahren
Eltern uns haben möchten…; wenn wir von solchen Dingen versucht werden, dann
müssen wir in unserem Geist eine starke Position einnehmen. Wir müssen
unseren Geist davor schützen, dass solche (negativen) Elemente eindringen.
Wir können hier eine sehr einfache Übung machen. Es ist eine sehr einfache
meditative geistige Übung. Es ist die Übung der Objektivierung, und sie wird
nur einige Minuten dauern. Ich möchte euch einladen, jetzt eure Augen zu
schließen. Beginnen wir jetzt unsere Gedanken zu objektivieren. Geben wir
einfach jedem Gedanken einen Namen, der in uns aufkommt. Wir werden ihn
objektivieren und benennen (etikettieren). Wir geben ihm einen Namen. Es mag
irgendwas in unserem Geiste sein – wo auch immer der Geist gerade hingehen
mag. Wir mögen einen Gedanken haben und sagen: „Ich denke gerade…." und
objektivieren ihn so. Betrachtet den Gedanken als eine separate Einheit von
euerem Geist. Euer Geist mag seine Aufmerksamkeit lenken zu eurem Arm oder
Fuß. Wenn das der Fall ist, sagt einfach: „Mein Fokus ist auf meinem Fuß
oder auf meinem Arm." Macht einfach weiter, das zu objektivieren, was in
eurem Geist vorgeht. Eine sehr einfache Übung, die Übung der Objektivierung.
Es ist fast so, als ob ihr beschreibt, was euer Inneres tut oder als ob ihr
es betrachtet aus der Sicht einer dritten Person und beschreibt, was es
macht. „Es geht dort hin; es folgt dieser Melodie; es geht zu diesem
Körpergefühl; es geht zu diesem Gedanken." Nur beschreiben, was passiert.
Bitte öffnet eure Augen. Seht ihr, ihr könnt schnell anfangen zu erkennen,
dass ihr Dinge eures Geistes objektivieren könnt. Ihr habt dann Distanz zu
ihnen. Ihr habt dann mehr Kontrolle über solche Sachen. Sie haben weniger
Kraft, EUCH zu kontrollieren.
Wenn wir im Leben versucht werden, so wie es Jesus geschah, dann ist es sehr
wichtig, dass wir uns davon trennen können. Und wir sollten wissen, dass wir
in der Subjektposition stehen und dass wir diese Subjektposition
zurückgewinnen und wiederherstellen und auch darin verbleiben sollten.
Viele Geschwister, die uns schreiben, haben viel zu tun mit solch negativer
Vergangenheit. Sie stellen uns viele Fragen, wie sie mit solchen Sachen oder
solchen negativen Umständen jetzt in ihrem Leben umgehen können. Es ist
wichtig, die Objektivierung zu praktizieren. Es mögen uns aus unserem Leben
viele negative Erinnerungen oder Nöte belasten. Wir mögen auch gewisse
Lebenserfahrungen haben. Es ist wichtig zu erlernen, wie man diese Sachen
objektiviert und sie dann nicht dazu benützt, sich selbst oder irgend jemand
anderen zu verletzen. Ihr sollt sie benützen, fast als Treibstoff für euer
Raumschiff, so dass ihr vorangetrieben werden könnt, nicht um andere Leute
zu verletzen, sondern als Brennmaterial für eure Energie.
Menschen haben das konstant durch die ganze Geschichte hindurch praktiziert.
Nehmen wir als Beispiel Zorn. Martin Luther King nahm die Energie des
Zornes, dieses heiligen Zorns in ihm, und verwandelte ihn zu seinem Traum.
Er veränderte ihn in einen Traum, in dem er seine Brüder und Schwestern,
Schwarze und Weiße, beieinander stehen sah, Seite an Seite, in Harmonie, in
Glück, in Gleichheit und voller Brüderlichkeit. Er nahm diesen Zorn und
wandelte ihn in einen Traum um. Auch er musste objektivieren. Er durfte sich
nicht erlauben, dass dieser Zorn die Umwelt seines Gemüts vergiftet.
Stattdessen benützte er ihn als Kraft oder Treibstoff, um sich zu seiner
großen Vision und zu seinem großen Lebenswerk voranzutreiben.
Und Nelson Mandela sagte: „Groll zu hegen ist, wie wenn man ein Gift trinkt,
von dem man hofft, dass es den Feind tötet." Weiterhin sagte er: „Groll muss
man in Segen umwandeln."
So soll es auch mit uns sein. Wenn wir gewisse Probleme haben, wenn wir
gegen jemanden, der etwas Schlechtes über uns gesagt hat, einen Groll hegen,
oder in welch Umständen wir auch immer sein mögen, dann lasst uns diese
Erfahrung als etwas benützen, das uns Kraft verleiht, so dass wir erklären
können: „Ich werde es nie zulassen, dass ich das Gleich tue, was eine andere
Person mir angetan hat. Ich werde ein Segen sein für alle Personen, die mir
begegnen. Anstelle ihnen negative Worte zu sagen, werde ich die Leute
ermutigen. Ich werde versuchen, sie zu unterstützen und aufzubauen. Ich
werde versuchen, ihnen zu helfen, ihre Gott gegebene Bestimmung zu
erkennen."
Wenn wir einmal das Objektivieren dieser gewissen geistigen Situationen
gelernt haben, dann können wir auch lernen, sie in Kraft und Antrieb
umzuwandeln.
Meine Frau gab mir ein Beispiel: Oprah Winfrey sagte, dass sie eine Ausrede
gehabt hätte, nie erfolgreich sein zu können, weil sie eine schlechte
Kindheit hatte.
Aber sie sagte: „Weil ich eine schlechte Kindheit hatte, werde ich
erfolgreich sein."
Ihr könnt sehen, wie sie das herumgedreht hat. Sie hat das nicht als
Rechtfertigung genützt zu sagen: „Ich werde untergehen. Ich werde nicht
höher aufsteigen. Ich werde es nicht weiter versuchen." Sondern sie sagte:
„Eben weil ich eine schlechte Kindheit hatte, bin ich stärker; ich werde
aufsteigen. Ich werde erfolgreich sein." Genauso werden wir die
Subjektposition in unserem Herz wiedererlangen, wenn wir lernen, unsere
Gedankenwelt zu objektivieren. Wir bekommen wieder Lebenskraft und gewinnen
die Kontrolle über unser Leben zurück.
Und dann beginnen wir, die Kraft der Erzengel in unserem Leben zu
verringern; und die Kraft der Leute, die versuchen, uns mit einem Fluch zu
belegen und uns niederzudrücken. Wir verringern die Kraft der Umstände, die
uns dazu bringen, nicht mehr an uns zu glauben.
Es ist also sehr wichtig zu lernen, wie man seine Subjektivität
zurückgewinnt. Ich finde diese Übung wirklich sehr wichtig, weil es in der
Erziehung unserer Kinder auch für sie wichtig ist, das Objektivieren zu
lernen.
Ich gebe euch ein Beispiel: Ich habe viele Jungs in meinem Haus. Wir haben
vier Jungs, und Jungs sind sehr laut und machen viel Lärm. Ich denke da an
eine Episode, als mein älterer Junge auf einem Stuhl war und gerade dabei
war, auf meinen anderen Jungen ein Spielzeug zu werfen, weil sie sich wegen
etwas stritten. Es war ein hartes Spielzeug, ein Lastwagen. Mein anderer
Junge auf dem Boden schwang ein Schwert gegen ihn und sagte: „Willst du
diesen wirklich Lastwagen werfen?" (Lachen bei den Zuhörern)
Ich beobachtete diese Situation. Normalerweise würden jetzt Eltern sagen:
„Kinder, was macht ihr? Ihr seid schlimm, schlimme Kinder! Hört damit auf!!"
aber wir wandten die Objektivierung an. In dieser Situation sagten wir: „Ooohhh,
Moment mal. Ich sehe einen Jungen, einen sehr zornigen Jungen auf einem
Stuhl, der gerade dabei ist, einen Lastwagen zu werfen. Und ich sehe einen
Jungen auf dem Boden, der ein Schwert schwingt."
Seht ihr, als sie Abstand dazu gewonnen hatten, erkannten sie die Lage und
zeichneten im Geiste ein Bild von dem, was gerade vorging. Vorher waren sie
in ihren Emotionen gefangen. Sie konnten sich selbst nicht sehen, aber wir
objektivierten (die Lage) für sie und sagten: „Hey, ich sehe einen sehr
zornigen Jungen auf einem Stuhl, der gerade einen roten Lastwagen werfen
will; und ich sehe einen anderen Typen, der ein Schwert gegen ihn erhebt und
sagt, komm doch, komm doch!"
Als wir das getan hatten, konnten sie sich selbst sehen. „Moment mal, wir
werden nicht….das sind nicht wir." Wir sahen, wie sich die Lage schnell
beruhigte. Dadurch, dass wir das so gemacht hatten, erlaubten wir ihnen, zu
objektivieren und sich selbst aus der Sicht einer dritten Person zu sehen.
Und dann fragten wir sie natürlich: „Hey, denkt ihr, dass sich liebende
Brüder das antun?" Und sie sagten: „Nein, etc….wir hatten eine gute Zeit
miteinander." (Lachen) Und alles beruhigte sich wieder.
Es ist so wichtig im Leben, diese Übung zu lernen.
Mir kam eine Geschichte zu Ohren über eine Situation, in der wohl jeder
Ehemann steckt. Sie heißt ‚der Schrecken der roten Schuhe'.
Lasst mich das ein wenig beschreiben. Ein Ehemann beschrieb mir folgende
Lage: Wir bereiteten uns auf eine Veranstaltung vor. Meine Frau probiert
verschiedene Schuhe oder verschiedene Kleider an und fragt mich: „Welche
Schuhe sollte ich tragen, die schwarzen oder die roten?“ Für einen Mann ist
das eine sehr schwere Frage. (Lachen bei den Zuhörern) Wir wissen darauf
keine Antwort! Also sagt er: „Liebling, die roten sind gut." Und sie sagt:
„Was ist falsch an den schwarzen?" (Lachen) Und er sagt: „Nun, ok., die
schwarzen sind auch gut." Sie sagt dann: „Gerade hast du gesagt, dass die
roten gut seien!" (mehr Lachen) Und so sind sie in einen Streit geraten und
ein großer Krach kam dabei heraus. Das hatte er nicht beabsichtigt.
Auf diese Weise sollten wir nicht an eine solche Situation herangehen. Wenn
wir das Objektivieren lernen, werden wir mit einer solchen Situation besser
umgehen können.
Sagen wir, wir sind in dieser Lage. Ich habe das schon praktiziert. Ich kann
also die Wirkung bezeugen. Wenn mich meine Frau also folgendes fragen wird:
„OK, wir haben diese große Veranstaltung und die Wahren Eltern und alle
Mitglieder der wahren Familie werden anwesend sein. Was soll ich anziehen?"
Ich übe dann in meinem Geiste; ich objektiviere, beschreibe die Situation:
„Nun, ich sehe eine schöne Frau. Ich sehe sie mit einem schwarzen Rock und
einem blauen Top. Ich sehe diese Art von Ohrringen und ich sehe rote Lippen.
Wenn du etwas tragen willst, das zu rot passt, musst du die roten Schuhe
anziehen. Aber wenn du die schwarzen Schuhe nehmen willst, damit sie zu
deinen schönen schwarzen Haaren und deiner Tasche passen, dann trag die
schwarzen Schuhe.“ (Lachen)
Und dann frage ich sie: „Was denkst DU?" Und sie sagt dann: „Nun, ich
tendiere mehr zu den schwarzen Schuhen." Ich dann: „Das ist eine großartige
Wahl. (sehr viel Lachen bei den Zuhörern) Die schwarzen Schuhe sind die
beste Wahl."
Seht ihr, wir müssen diese Übung für unser tägliches Leben lernen. Und es
ist sehr wichtig, dass wir solche Dinge zu objektivieren lernen. Lernt also
diese Übung der Objektivierung. Das hilft euch, euer Leben besser zu
kontrollieren. Es verleiht euch die Fähigkeit, eure Lage zu beschreiben, so
dass ihr schließlich bessere Entscheidungen treffen könnt.
Ich war im Flugzeug nach Japan. Wir nehmen immer die Economy Class. Zu
meiner Rechten saß ein koreanisches Paar, das auch nach Japan reiste. Sie
waren wohl in ihren 20ern. Sie umarmten sich und konzentrierten sich während
der ganzen Reise ganz auf sich. Während der ganzen Reise hielten sie
Händchen, waren unter ihren Decken usw. Ich saß also daneben und versuchte,
mich auf das Lesen meines Buches zu konzentrieren.
Ich versuchte dann, dieses Bild zu objektivieren: „OK, ich werde das aus
einer himmlischen Perspektive sehen. Ich werde das von oben betrachten." Und
ich dachte: „OK, ich sehe ein Liebespaar…." Aber eine Sache überraschte mich
doch sehr, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass ich mich schließlich
selber betrachten musste. Wenn die Mahlzeit kommt, dann bekommt man, wie ihr
ja alle wisst, ein kleines Päckchen, worin sich das Besteck befindet. Man
muss es öffnen und seinen Tisch decken.
Die Flugbegleiterin kam also und brachte das Essen, und der junge Mann
machte sich daran, das Päckchen für seine Frau oder Freundin zu öffnen und
legte ihr Besteck aus. Ich sah das und dachte: „Mensch, sie wird wohl nicht
dahin schmelzen, wenn sie ihr Besteck selber in die Hand nimmt." (Lachen)
Ich saß da und dachte: "Wenn ich mit meiner Frau verreise, sind wir auch
ziemlich aufeinander fixiert. Wir sprechen miteinander während des ganzen
Fluges." Aber ich musste eingestehen, dass ich nicht den Tisch für sie
decke. (Lachen) Wenn die Mahlzeit kommt, öffne ich nicht das Päckchen für
sie und decke den Tisch für sie. So ließ ich mir diesen Augenblick (im
Flugzeug) zu einer Inspiration werden. Und ich sagte mir: „OK, Gott versucht
mir etwas zu sagen. Er bittet mich, auf eine höhere Ebene zu gelangen und
ein besserer Ehemann zu werden."
Während der ganzen Reise nach Japan dachte ich: "OK, wenn ich nach Hause
komme, werde ich meiner Frau den Tisch decken. (Lachen) Ich werde ihr ein
Festtagsmenü bereiten!" (Lachen und Applaus)
Vater sagte, wir müssen unsere Ehefrau wie eine Königin ehren und sie wird
dann erwidern und uns wie einen König ehren. Also machen wir das als
Gesegnetes Paar und ehren Gott.
Ich sagte also zu meiner Frau: „Liebling, ich werde dich ehren, wenn ich
nach Hause komme. Ich wurde im Flugzeug inspiriert durch ein junges Paar.
Ich werde dir denn Tisch decken, wenn ich nach Hause komme." (Lachen) Und
das tat ich dann auch. Ich kam nach Hause und tat es. Sie sagte dann etwas
wirklich wunderbar Ermutigendes: „Liebling, du bist mein König und ich bin
deine Königin." (Lachen und Applaus)
Das ist so wichtig. Es gibt im Leben viele Gelegenheiten, die wir vielleicht
verpassen. Ich war am Flughafen und stand in einer sehr langen Schlange. Es
waren etwa 100 Leute und die Schlange bewegte sich so langsam. Es war
einfach so frustrierend. Ich blickte hoch und sah ein Schild, wodurch ich
erkannte, dass ich in der Anschlussflüge-Schlange stand und nicht in
Ankunftsschlange. Ich war in Japan und musste an diesem Flughafen
aussteigen, aber ich stand in der falschen Schlange.
Ich wurde frustriert, weil die Schlange so lang war. Ich wurde ärgerlich,
weil die Leute nicht verstanden, was ich sagte. Aber ich bemerkte: „Moment
mal, ich stehe in der falschen Schlange."
Ich nehme das als Beispiel wie Gott versucht hat, zu mir zu sprechen. Gott
teilte mir mit, dass wir in unserem Leben lernen müssen, wie wir dort
ankommen, wo Gott uns haben möchte. Manchmal versuchen wir uns bei der
Ankunfts-Schlange anzustellen, aber wir sind in der Anschlussflüge-Schlange
(Transitschlange). Es ist wichtig zu wissen, wo wir stehen und was in
unserer Umgebung vorgeht.
Das eigentliche Problem hier war, dass ich mir nicht bewusst über meine
Umgebung war. Ich bin nur den Leuten hinterhergelaufen und habe nicht auf
die (allgemeine) Umgebung geachtet, auf die Schilder, die darauf hinwiesen,
dass es hier zu den Anschlussflügen geht und dort zur Ankunft.
In der gleichen Weise ist es so wichtig zu lernen, uns der Umgebung unseres
Geistes bewusst zu werden, so dass wir erkennen, dass wir nicht in der
‚Transitschlange' stehen und dass wir jeden Augenblick dort ankommen, wo
Gott uns hinbringen will, seien es in bestimmte Umstände oder in ein
Hindernis oder in Angelegenheiten mit unseren Kindern oder mit unserem
Partner, was auch immer. Dann können wir auf eine höhere Ebene gelangen.
Es gibt so viele Gelegenheiten. Wenn wir sie nützen, können wir im Leben
aufsteigen.
Wenn wir heute etwas lernen können, dann lasst uns daran denken, wie wichtig
es ist, unsre Subjektivität im Leben wiederzuerlangen. Es ist so wichtig zu
lernen, wie man sein inneres Selbst beschützt. Denkt an den ‚Sok Saram', das
innere Selbst, und an den ‚Kut Saram', das äußere Selbst. Schützen wir uns!
Lasst es nicht zu, dass Personen, die gegen euch sind, oder gewisse
Umstände, die euch herunterziehen wollen, eure Umgebung vergiften. Ansonsten
fängt diese Umgebung an, euer inneres Selbst zu ernähren.
Es ist sehr wichtig, dass wir unsere Umgebung (geistige Umwelt) schützen und
dass wir sie anfüllen mit lebenspendenden Worten, lebenspendenden Gedanken,
mit Worten des Glaubens, mit Übungen, so dass unser Leben immer großartiger
werden kann.
Lernen wir, wie Jesus und Buddha, das Objektivieren. Lernen wir, negative
Einflüsse im Leben und in unserem Geist loszuwerden. Nehmen wir sie aus
unserer geistigen Umwelt heraus, sodass wir eine starke und gesunde Umgebung
haben können, in der unser inneres Selbst wachsen kann.
Wenn wir lernen, Situationen zu objektivieren, werden wir mehr Frieden
schaffen. Wir werden lernen, die Dinge aus einer weiteren Perspektive zu
sehen. Wir werden uns dann nicht immer in den Emotionen der Ereignisse
verfangen, sondern wir lernen, die Dinge mit einem gewissen Abstand zu
betrachten, sodass wir einen Schritt zurücktreten können, um die Emotionen
zu erkennen. Wir werden so bessere Entscheidungen im Leben treffen können.
Gehen wir sicher, dass wir nicht in der ‚Schlange für Anschlussflüge'
stehen. Seid euch der Umgebung eures Geistes bewusst und wo sich euer Geist
aufhält. Lebt bewusst. Kommen wir dort an, wo Gott es möchte. Wenn wir das
schaffen, so glaube ich, dass wir immer weiter aufsteigen werden zu mehr
Siegen, mehr Erleuchtung und mehr Frieden.
Liebe Geschwister, könnt ihr diese Botschaft heute annehmen?
Ja (aus der Zuhörerschaft)
Vielen Dank!!!
Erklären wir folgendes zusammen:
„Wahre Eltern, ich habe für meine Verfehlungen bereut. Macht mich zu einem
heiligen Palast eures Friedens, eurer Liebe und eurer Abstammungslinie."
Hyung Jin Nim sagte weiterhin: „Wenn ihr das heute erklärt, dann glaubt
wirklich, dass ihr ein geistiges Kind der Wahren Eltern seid und dass ihr
begonnen habt, ein wahres Kind zu sein. Wir wollen euch wirklich zuhause
willkommen heißen. Ihr kommt nachhause zurück. Ihr kehrt heim. Bitte bewahrt
die Wahren Eltern auf dem Thron eures Herzens. Wenn ihr das tut, werden sie
euch zu größeren Siegen führen. Sie werden euch zu mehr Erleuchtung führen
und sie werden euch zu mehr Frieden führen, als ihr euch jemals vorstellen
könnt."
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